Kategorie: 4.5 Tablet PCs

Test/Testbericht: Cat Helix

Neben den altbekannten 10″ Tablets gibt es mittlerweile eine Menge an anderen Formaten. Größen von 7 Zoll bis über 12 Zoll stehen den Interessenten zur Verfügung. Nachdem wir in letzter Zeit viele 10 Zoll-Geräte getestet haben, möchten wir euch heute etwas anderes vorstellen. Ein 8 Zoll-Tablet mit Quad-Core Prozessor, 1 GB RAM, 16 GB ROM, 3G und einem extrem günstigen Preis. Dieses Paket hat die Berliner Firma CAT geschnürt und ihm den Namen Helix gegeben. Was das CAT Helix bieten kann werden wir in unserem Test für euch herausfinden.

Technische Daten:

Bildschirmgröße:8,0 Zoll
Auflösung:1280 x 800 Pixel
Prozessor:1,3 GHz Mediatek MT8382 Quadcore CPU
Arbeitsspeicher:1 GB
Kommunikation:WLAN 802.11 b/g/n , 3G, Bluetooth, GPS
Kamera:5 MP Rückkamera
Betriebssystem:Android 4.4.2
Gewicht:320 Gramm

Gehäuse:

CAT Helix 1
CAT Helix 2

Das CAT Helix ist in einem farbenfrohen Karton verpackt. Auf der Oberseite sieht man alle möglichen Farbvarianten des CAT Helix. Der Rest des Kartons ist in den möglichen Gehäusefarben gehalten und wird durch einen Helix-Schriftzug geziert. Öffnet man die innere Schachtel geht das Farbenspiel weiter und man erhält einen ersten Blick auf das Gerät. Das Tablet ist in eine Papierhülle mit dem Hinweis „Weniger Folien der Umwelt zuliebe“ verpackt. Generell findet sich in der ganzen, sehr hochwertigen Verpackung nicht eine einzige Plastiktüte. Das gefällt uns gut und sollte vielen anderen Firmen ein Vorbild sein! Hält man das CAT Helix zum ersten Mal in der Hand, fällt zuerst die angenehme Oberfläche auf. Sie ist beschichtet und fühlt sich angenehm weich an. Viele Softtouchoberflächen fühlen sich fast schon klebrig an, doch CAT hat hier einen guten Weg gefunden. Das Gehäuse des Helix besitzt eine gute Stabilität und ist absolut verwindungsfest. Auch beim Versuch, das Tablet zu biegen oder zu verdrehen gab nichts nach und es knarzte nichts. CAT hat alle Tasten an der Oberseite des Gerätes positioniert. Ein 8 Zoll-Gerät mit diesem Format ist eigentlich perfekt für die Benutzung im Hochformat geeignet. Das hat auch CAT erkannt und das ganze Tablet für die Nutzung im Hochformat designt. So findet man Front- und Rückkamera auf der schmalen Gehäuseseite. Wenn das ganze Tablet auf die Bedienung im Hochformat optimiert wurde, hätte es eventuell Sinn gemacht, die Standby-Taste an die  Seite zu verlegen. Denn so wäre es möglich gewesen, das Gerät auch mit einer Hand zu bedienen. Bei einem angenehm niedrigen Gewicht von nur 320 Gramm wäre das auf Dauer auch kein Problem. Durch das schlanke Design des Helix lässt es sich auch mit kleinen Händen sicher umgreifen. Die beschichtete Oberfläche sorgt außerdem für einen ausgezeichneten Halt, sodass das CAT Helix zu jeder Zeit sicher in der Hand liegt.

Neben den zwei Tasten und dem 3,5 mm Kopfhöreranschluss befinden sich auch die Slots für MicroSD und Mirco-SIM Karte auf der Oberseite des Gerätes. Die Slots werden von einer Abdeckung geschützt, so dass kein Staub eindringen kann. Leider mussten wir feststellen, dass die Abdeckung nicht mit dem Tablet verbunden ist. So könnte sie schnell verlorengehen oder von Kindern verschluckt werden. CAT hat aber bereits darauf reagiert und bekanntgegeben, dass den Modellen im Handel Ersatzabdeckungen beiliegen werden. Außerdem werden die neu produzierten Tablets ein Gummibändchen an der Abdeckung haben, so dass das Teil nicht  mehr verlorengehen kann.

Ausstattung:

CAT Helix 7
CAT Helix 8

Das CAT Helix bietet die übliche Austattung eines 8 Zoll Android-Tablets. Es verfügt über einen Micro-USB Anschluss, sowie einen 3,5 mm Audioanschluss. Über den integrierten Micro-SD-Slot lässt sich der interne Speicher von 16 GB aufrüsten. Der Hersteller gibt an, dass Karten mit bis zu 32 GB im SDHC Format akzeptiert werden. Im Test konnten wir mit einer 32 GB-Karte absolut keine Probleme feststellen. In allen Situationen funktionierte die Speichererweiterung problemlos. Mit den so maximal verfügbaren 48 GB Speicher dürfte man gut auskommen. Sollte einem der Platz trotzdem ausgehen, kann man über einen USB-OTG-Adapter auch auf USB-Sticks zurückgreifen. Auf andere Ausstattungsmerkmale wie einen Mini-HDMI-Anschluss oder MHL-Unterstützung des USB-Ports hat CAT verzichtet, um den extrem günstigen Preis zu ermöglichen.

Kommunikation:

In Sachen Kommunikation geht CAT aufs Ganze. Trotz des günstigen Preises wurde im Helix ein 3G-Modul verbaut. Dadurch grenzt sich das CAT-Tablet deutlich vom Großteil der Konkurrenz ab. Mit dem 3G-Modul kann man unter mobiler Datenverbindung auf den HSPA-Standard zurückgreifen, welcher Geschwindigkeiten bis zu 15 MB/s unterstützt. Das 3G-Modul ermöglicht jedoch nicht nur den mobilen Internetzugang. CAT stattet das Helix auch mit einer Telefonfunktion aus. Diese kann direkt oder auch mit dem beigelegten Headset verwendet werden. Wer fragende Blicke vermeiden möchte, sollte dabei auf das Headset setzen, denn ein 8 Zoll-Tablet am Ohr sieht doch ungewohnt aus. Die Sprachqualität ist aber auch bei der Wiedergabe über die Lautsprecher in Ordnung.

GPS Innen CAT Helix
GPS Außen CAT Helix

Neben dem 3G-Modul bietet das CAT Helix noch WLAN nach den Standards 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0 und GPS. Damit lässt das Helix kaum Wünsche offen, was die Kommunikationsmittel angeht. Der Empfang war sowohl im 3G-Netz als auch im WLAN-Netz durchweg gut. Bei der WLAN-Verbindung konnten wir bei einem Abstand von 10 Metern und einer Wand vollen Empfang feststellen. Die GPS-Empfangsleistung war sehr gut. Selbst innerhalb von dicken Ziegelmauern war die Position schnell bestimmt. Im Freien war die Ortung innerhalb weniger Sekunden abgeschlossen. Dank der guten Empfangsleistung war eine sehr exakte Ortung möglich.

Software:

Software CAT Helix 1
Software CAT Helix 2

CAT versorgt das Helix mit der KitKat Androidversion 4.4.2 und bietet damit eine der topaktuellen Versionen. Die Benutzeroberfläche wurde etwas angepasst. CAT bietet außerdem die hauseigene App „CAT Helix Update“ an. Diese bietet aber keine weitere Funktion außer der Weiterleitung auf die CAT-Homepage. Sonst konnten wir auf dem Helix keine nervige und platzfressende Bloatware finden. Lediglich die Office-Varianten „Kingsoft Office“ und „Quickoffice“ sind vorinstalliert. Die Kingsoft Office App lässt sich, im Gegensatz zur Quickoffice-App, deinstallieren falls man sie nicht benötigt. Wenn man das Gerät startet, ist der Bootvorgang nach 29,7 Sekunden beendet. Damit ist das Helix zügig, stellt aber auch keine neue Rekordzeit auf.

Kameras & Multimedia:

CAT Helix 5
CAT Helix 6

Wie fast alle Tablets, besitzt das CAT Helix eine Front- und Rückkamera. Die Rückkamera löst mit 5 Megapixeln auf und die Frontkamera mit 0,3 Megapixeln. Im Praxistest mussten wir leider feststellen, dass die 0,3 Megapixel der Frontkamera kaum zu gebrauchen ist. Die Konturen sind extrem verwaschen und der Fokus scheint kaum zu greifen. Im weiteren Verlauf konnten wir herausfinden, dass die schlechte Bildqualität der extrem langen Verschlusszeit geschuldet ist. Dadurch muss man das Tablet wirklich sehr ruhig halten, um das Bild nicht zu verwackeln. Bei der Rückkamera besteht dieses Problem zum Glück nicht. Die Rückkamera reicht für Schnappschüsse vollkommen aus, solange genügend Licht für den etwas trägen Autofokus gegeben ist.

Die beiden Vergleichs-Quartetts sind dabei immer folgendermaßen aufgebaut: oben links Smartphone-Rückkamera, oben rechts Smartphone-Frontkamera, unten links Vergleichs-DSLR ohne Blitz, unten rechts Vergleichs-DSLR mit Blitz (Vergleichskamera ist die Canon EOS 500D mit EF-S 15-55 mm).

Helix Rückkamera Innen
Helix Frontkamera Innen
Canon EOS 500D ohne Blitz innen
Canon EOS 500D mit Blitz innen
CAT Helix Rückkamera außen
CAT Helix Frontkamera Außen
Canon EOS 500D ohne Blitz außen
Canon EOS 500D mit Blitz außen

Zubehör:

CAT Helix 14
CAT Helix 13

Wo man bei manch großem Hersteller froh sein kann, wenn im Lieferumfang nicht nur ein USB-Kabel, sondern auch ein Netzteil enthalten ist, findet man bei CAT eine kleine Überraschung. Das Zubehör, welches CAT zum Helix liefert, ist nicht nur sehr hübsch verpackt, es ist auch umfangreich und nützlich. Neben der Garantiekarte befindet sich auch die silberne „Cat Unique Card“ in der Verpackung. Diese besitzt das klassische EC-Kartenformat, besteht aus Metall und macht optisch richtig was her. Der CAT Silber Service erspart euch im Grantiefall die Servicepauschale sowie die Kosten für die Rücksendung. Außerdem wird euer Gerät bei der Reparatur bevorzugt behandelt, so dass ihr es schneller wiederbekommt.

CAT Helix 10
CAT Helix 11

In der schwarzen Pappschachtel mit dem silbernen Plussymbol findet man außerdem ein Putztuch, ein USB Kabel, einen OTG-Adapter sowie ein paar Kopfhörer.  Allein an diesem Umfang könnte sich so mancher Hersteller ein Beispiel nehmen. Doch damit nicht genug, denn CAT packt sein Headset nicht einfach in eine kleine Plastiktüte. Das Headset ist in einer kleinen Ledertasche verpackt, welche einen hochwertigen Eindruck macht. Auch beim Headset selbst hat sich CAT Mühe gegeben. Das verwendete Flachbandkabel verhindert unschöne Knotenbildung in der Hosentasche und als wäre das nicht genug, sind alle Teile am Headset aus Aluminium gefertigt. CAT hat mit seinem Lieferumfang bewiesen, dass es durchaus noch Hersteller gibt, die um ihre Kunden bemüht sind und ihnen mehr als den durchschnittlichen Service bieten. Mit diesen Bemühungen hat CAT einen stattlichen Pluspunkt eingefahren.

Touchscreen & Bedienung:

Multitouchtest CAT Helix
CAT Helix CAT E-Book

Das Diplay des CAT Helix ist vom Hersteller nicht explizit als Multitouchdisplay ausgeschrieben. Im Test konnten wir jedoch feststellen, dass das Tablet Eingaben mit bis zu fünf Fingern unterstützt. Mehr Eingaben wird man bei einem 8 Zoll großen Gerät auch nicht benötigen. Bei vielen günstigen Tablets macht der Touchscreen Probleme oder ist zu träge. Beim CAT konnten wir solche Probleme nicht feststellen. Die Empfindlichkeit des Touchscreens ist sehr gut und auch die Eingabeverzögerung hält sich in Grenzen. Die Tasten an der Oberseite des Gerätes sind etwas klein Geraten. Jedoch lassen sie sich gut ertasten und bieten einen sauberen Druckpunkt. Leider findet man auf dem CAT Helix kaum Möglichkeiten, um das Layout oder die Größe der Tastatur zu ändern.

Display:

Das 8 Zoll große IPS-Display des Helix bietet eine Auflösung von 1280×800 Pixeln. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 188 ppi. Damit liegt das CAT Helix gleich auf mit der 8 Zoll-Variante des Galaxy Tab 4. Das ist kein Zufall, denn CAT verbaut im Helix ein Samsung-Display. Statt Billig-Display ein Marken-Display und das zum günstigen Preis, so sieht man das gern. Mit dem Display kann man nicht nur Filme und Bilder genießen, auch als E-Book Reader bietet sich das CAT Helix an. Die Auflösung reicht vollkommen aus, um die feine Schrift der Ebooks sauber darzustellen. Desweitern lässt sich das Tablet durch das schlanke 16:10 Format gut in einer Hand halten. Das Display des CAT Helix kann vor allem durch den hohen Kontrast und eine hohe Farbgenauigkeit Punkten. Die maximale Helligkeit könnte, zugunsten der Ablesbarkeit im Freien, etwas höher sein. Wie bei den meisten IPS-Displays üblich, bietet auch das Helixdisplay eine gute Blickwinkelstabilität.

Leistung:

Als Antrieb für das CAT Helix dient ein  Mediatek MT8382  SoC (System on a Chip). Die CPU-Einheit verfügt über 4 ARM Cortex-A7 Kerne mit jeweils 1,3 GHz. Des weiteren beinhaltet der MT8382 ein Mali-400 Mp2 GPU Einheit, welche mit maximal 500 MHz taktet. Dem System stehen 1 GByte an Arbeitsspeicher und 16 GByte an internem Speicher zur Verfügung. Mit diesen Spezifikationen ordnet sich das System im unteren Bereich der Mittelklasse ein und liegt auf dem Niveau eines Samsung Galaxy Tab 4. Bei der Navigation durch die Benutzeroberfläche konnten wir keine Ruckler feststellen. Wie sich das CAT Helix  in unserer Benchmarkstrecke geschlagen hat, sehr ihr hier:

CAT Helix Androbench
CAT Helix Smartbench
CAT Helix Antutu
CAT Helix Linpack
CAT Helix Geekbench
CAT Helix 3D Mark

 Spiele & Videos:

Casual Games wie Angry Bird stellen kein Problem dar. Das kontrastreiche Display sorgt auch in den Spielen für die entsprechende Dynamik. Auch aufwendigere 3D-Games wie „Iron Man“ lassen sich flüssig auf dem Helix spielen, wenn man nicht die höchsten Partikeleffekte auswählt. Wenn mehrere Anwendungen im Hintergund laufen und ein Game gestartet wird, kann es durchaus zu Rucklern kommen, da in diesem Fall der Arbeitsspeicher schnell eng wird. Videos werden mit dem richtigen Player in nahezu allen Formaten wiedergegeben. Auch Full-HD Videos stellt das CAT Helix ohne Ruckler dar. Eine Möglichkeit vom CAT Helix auf einen SmartTV zu streamen gibt es leider noch nicht. Auch bietet das CAT Helix keinen Mini-HDMI-Anschluss. CAT versicherte uns jedoch, dass ein USB-Dongle in Arbeit ist, welcher an den USB-OTG Adapter angeschlossen wird und so Inhalte an andere Geräte streamen kann.

Emissionen:

Temperatur:

Auch beim Kühldesign hat sich CAT bemüht. Im Idle konnte das Helix mit einer maximalen Temperatur von 30,8 °C punkten. Im Schnitt lagen die Temperaturen bei 28°C. Beim Arbeiten unter Volllast stieg die Temperatur an der Rückseite auf maximal 36,2°C an. Ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, dass die meisten Geräte mit Kunstoffgehäuse schnell die 40°C Marke knacken, sobald sie ausgelastet werden. Auf der Displayseite blieben die Temperaturen dauerhaft niedrig. Auch unter Vollast wurden maximal 31,4°C erreicht. Im Schnitt lag die Displaytemperatur unter Vollast bei ca. 30°C.

Temperaturen im Idle:

CAT Helix Fronttemperatur Idle

CAT Helix Fronttemperatur Idle

CAT Helix Rücktemperatur Idle

CAT Helix Rücktemperatur Idle

 Temperaturen unter Last:

CAT Helix Fronttemperatur Last

CAT Helix Fronttemperatur Last

CAT Helix Rücktemperatur Last

CAT Helix Rücktemperatur Last

Lautsprecher:

Das CAT Helix besitzt insgesamt 3 Lautsprecher. Zwei 1 Watt Lautsprecher auf der Rückseite sind für die Wiedergabe von Musik, Videos oder Games zuständig, falls kein Headset angesteckt ist. Die maximale Lautstärke fällt etwas schwach aus. Außerdem übersteuerten die Lautsprecher in den Höhen wenn man die volle Lautstärke abrief. Wer mehr Qualität möchte, sollte ganz einfach auf das beigelegte Headset zurückgreifen. Der dritte Lautsprecher befindet sich neben der Frontkamera und dient wie auch bei Smartphones als Lautsprecher für Telefonate. Die Qualität geht dabei völlig in Ordnung, wir konnten keine Verzerrung feststellen. Wer sich das Tablet nicht an das Ohr halten möchte, kann auch zum Telefonieren auf ein Headset mit Mikrofon zurückgreifen. Das Headset, welches im Lieferumfang enthalten ist, kann wegen des fehlenden Mikrofons nicht zum Telefonieren verwendet werden.

Akkulaufzeit:

Der verbaute Akku des Helix besitzt eine Kapazität von 5500 mAh. Laut CAT soll das Tablet damit 6,5 bis 8,5 Stunden mit Energie versorgt werden können. In unserem Test unter kontrollierten Bedingungen machte das Helix eine gute Figur. Im Idle-Test wird das Tablet nicht ausgelastet und das Display bleibt die ganze Zeit aktiviert. Unter diesen Voraussetzungen hielt der Akku 15 Stunden und 51 Minuten durch. Am praxisnahsten ist der WLAN-Test. Dafür wird bei 50% Displayhelligkeit alle 40 Sekunden eine Internetseite aufgerufen. Für den Test nutzen wir ein Skript, welches uns freundlicherweise von Notebookcheck.de zur Verfügung gestellt wurde. In dem WLAN – Test konnte das Helix ganze 7 Stunden und 49 Minuten durchhalten. Unter simulierter Volllast von GPU und CPU hielt der Akku des CAT Helix immerhin noch 3 Stunden und 52 Minuten durch.

CAT Akkulaufzeit

 Persönliches Fazit:

Mit dem Helix bringt CAT ein Tablet auf den Markt, welches in seiner Preiskategorie kaum Konkurrenz kennt. Die Verarbeitung ist einwandfrei, die verbauten Komponenten bieten ausreichend Leistung für die Benutzung im Alltag und das 3G-Modul ist das i-Tüpfelchen des Paketes. CAT beweist mit diesem Tablet, dass günstig nicht automatisch billig ist. Auch waren wir begeistert, wie sich CAT um den Kunden bemüht. Nicht nur der Lieferumfang ist größer als gewohnt, auch eventuelle Probleme werden vom Hersteller schnell aufgegriffen und ausgebessert. Wer ein Highendgerät sucht, welches als Konsolenersatz dienen kann, sollte sich etwas anderes suchen. Wer aber ein handliches Alltagstablet sucht und die Abstriche bei der Kamera akzeptieren kann, bekommt zu einem super Preis von 149€ ein solides Tablet, welches sich unseren Preis/Leistungstipp verdient hat.

PreisLeistungsTIPP Award

Positiv:

  • gutes Display
  • solide Verarbeitung
  • viel Zubehör
  • top Preis-Leistungsverhältnis

Negativ:

  • schwache Frontkamera
  • Position der Standby-Taste

Hier könnt ihr die Preise vergleichen.

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Euer Hardbloxx-Team

Test / Testbericht: Dell Venue 11 Pro

Tablets mit vollwertigem Windows 8 Betriebssystem sind seit einer ganzen Weile keine Neuheit mehr. Doch der Markt boomt und die Neuerungen können sich meist sehen lassen. Tablets mit langer Akkulaufzeit und allen wichtigen Programmen auf so einem kleinen Gerät sind das ideale Werkzeug für Geschäftsleute. Das hat auch Dell erkannt und ein passendes Produkt entwickelt. Dell ist im Businessbereich weit verbreitet und steht für Flexibilität sowie Qualität. Wie für Dell üblich, hat der Kunde die Qual der Wahl, denn das Dell Venue 11 Pro gibt es mit einem Intel Atom Z3770, einem Intel Core i3-4020Y und einem Intel Core i5-4300Y. Desweiteren bietet Dell ein sehr großes Paket an Zubehör an. Auf dem Papier macht das Dell Venue 11 Pro schon einmal einen guten Eindruck. Doch ob dieser auch in der Praxis hält, werden wir für euch testen. 

[nextpage title=“Gehäuse“]

Dell Venue 11 Pro _ 1
Dell Venue 11 Pro _ 11

Wie bei jedem Windows-Tablet sticht einem auf der Vorderseite sofort der Windows-Homebutton ins Auge. Dieser ist im Gegensatz zu vielen anderen Windows-Tablets als Softkey ausgelegt. Dadurch bietet sich auf der Vorderseite eine geschlossene und gut aussehende Glasfront. Die Rückseite des Tablets besteht aus Plastik mit Softtouchoberfläche. Das Plastik fühlt sich wertig an und das gesamte Gehäuse ist absolut verwindungssteif. Auf der Rückseite des Tablets prangt das silberfarbene Dell-Logo, welches nicht nur billig aufgedruckt ist, sondern als eigenes Element eingelassen ist. Lässt man den Blick auf der Rückseite nach unten schweifen, entdeckt man eine kleine Vertiefung in der Mitte des Tablets. Mit Hilfe dieser Vertiefung lässt sich, wie bei den meisten Smartphones, die Rückseite komplett entfernen. Damit bietet Dell dem Kunden eine Freiheit, welche kaum ein anderer Hersteller gewährleistet. Dell geht sogar soweit, dass der Akku nicht fest verbaut ist, sondern sich mit einem Klick lösen lässt. Desweiteren erhält man über die offene Rückseite sehr leichten Zugang zu wichtigen Komponenten wie WLAN-Modul, Datenspeicher und Prozessor. Eine Reparatur wird dadurch wesentlich vereinfacht und muss nicht zwangsläufig vom Hersteller durchgeführt werden. Das Schließen der Rückseite ist etwas knifflig, doch angesichts der Tatsache, dass man nicht täglich seinen Akku wechseln wird, durchaus vertretbar.

Dell Venue 11 Pro _ 14
Dell Venue 11 Pro _ 16

Das Gehäuse der Intel Atom Version ist mit 10 Millimetern nicht das dünnste auf dem Markt. Dank der abgerundeten Kanten und der griffigen Softtouchoberfläche liegt das Gerät trotzdem gut in der Hand. Die Versionen mit den Intel Core i-Prozzesoren gönnen sich zusätzlich 5,4 Millimeter in der Dicke, um genügend Platz für Kühler und Lüfter zu bieten. Bei den Intel Core -i-Versionen befinden sich aus diesem Grund Lüftungsschlitze auf der Oberseite. Die Standby-Taste wurde daher auf die rechte Gehäuseseite verlegt.

[nextpage title=“Ausstattung“]

Dell Venue 11 Pro _ 8
Dell Venue 11 Pro _ 2

Das Dell Venue 11 Pro bietet wie auch die meisten Windows-Tablets den üblichen Umfang an Anschlüssen. Auf der rechten Gehäuseseite finden wir einen Standard USB-3.0-Anschluss, welcher dank der neuen Intel-Atom-Generation auch bei den kleineren Modellen vorhanden ist. Ebenfalls auf der rechten Seite befindet sich der 3,5mm Kopfhörerausgang. Zum Verbinden mit einem Monitor oder einem Beamer steht ein Mini-HDMI-Anschluss zur Verfügung, welchen man auf der linken Seite des Gerätes findet. Direkt daneben wurde der Micro-USB-Anschluss zum Laden des Tablets positioniert. Der Vorteil dieses Ladeanschlusses liegt auf der Hand, denn man kann das Tablet so mit jedem Ladegerät laden, welches genügend Ampere liefert. Natürlich muss man bei Ladegeräten mit weniger als 24 W Leistung, mit längeren Ladezeiten rechnen. Um den internen Speicher von bis zu 256 GB zu erweitern, verbaut Dell einen MicroSD-Slot, welcher auch Karten im SDXC-Format mit bis zu 128 GB liest. Somit stehen euch in der höchsten Ausstattung stattliche 384 GB zur Verfügung.

[nextpage title=“Kommunikation und Software“]

Wer ein Tablet nutzt, möchte am liebsten immer und überall verbunden sein. In der Intel-Atom-Version des Dell Venue 11 Pro darf man sich über W-LAN nach 802.11 a/g/n und Bluetooth 4.0 inklusive NFC erfreuen. Dank des Draft-N-Netzes ist eine Nutzung eines 5 GHz-Frequenzbandes möglich. Vorausgesetzt ihr besitzt einen entsprechenden Router. Ein WWAN-Modul mit HDSPA ist optional zubuchbar. Wer sich die große Variante des Tablets mit Intel Core i5 gönnt, darf sich außerdem über den WLAN-Standard 802.11 ac freuen. Dieser ist die aktuelle Erweiterung des 802.11 n Standards und bietet im 40 MHz Band Downloads mit bis zu 200 Mbit/s. Theoretisch währen mit dem ac-Standard sogar maximal 6933 Mbit/s möglich, falls die Hardware das 8×8 MIMO-Verfahren unterstützt.

Der Empfang des WLAN-Moduls ist, auch durch 2 massive Wände und ca 15 Meter Abstand, auf höchster Stufe. Dementsprechend schnell werden die Testseiten auch bei größeren Entfernungen aufgebaut.

Software

del backup and recovery
power manager

Das Dell Venue 11 Pro bekommt ihr mit vollwertigem Windows 8.1. Dabei erhaltet ihr die 32 Bit-Version mit der Atom-Variante und die 64 Bit-Version bei den Intel Core-i-Varianten. Das Tablet bootet zügig und ist schon nach 25,2 Sekunden einsatzbereit. Die Metro-UI-Oberfläche von Windows 8.1 kommt bei der Nutzung eines Tablets voll zur Anwendung und erleichtert die Bedienung deutlich. Der Windows-Store ist im Angebot zwar nicht vergleichbar mit dem Google-Play-Store oder Apples App-Store, jedoch findet man auch hier die wichtigsten und grundlegendsten Anwendungen. Allerdings gibt es deutlich weniger Freeware und gute Apps kosten auch gerne ein paar Euro mehr. Dell selbst hat nur wenige kleine Infoprogramme installiert und verzichtet ansonsten glücklicherweise auf jegliche Bloatware. Um den Digitizer für handschriftliche Notizen zu nutzen, kann man entweder auf das Windows integrierte Windows Journal setzten oder auf die kostenfreie One-Note-App aus dem Windows-Store. Dabei bietet Journal deutlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten und Schnellzugriffe. Wer eine gültige Microsoft Office Lizenz besitzt, kann natürlich auch das vollwertige One Note benutzen, welches deutlich mehr Funktionen bietet. 

[nextpage title=“Kamera und Multimedia“]

Dell Venue 11 Pro _ 12
Dell Venue 11 Pro _ 5

Angesichts dessen, dass es sich bei dem Gerät um eine Business-Lösung handelt und nicht um ein Unterhaltungsprodukt oder gar um einen Ersatz für eine Kamera,  wählt Dell 2 Kameras mit gängigen Auflösungen. Die Rückkamera schießt Bilder mit 8 Megapixel und die Frontkamera bietet eine Auflösung von 2 Megapixel. Die Auflösung der Rückkamera reicht locker aus, um ein Dokument abzufotografieren oder einen Schnappschuss zu machen. Für alles andere empfehlen wir jedoch den Einsatz einer dafür vorgesehenen Kamera. Denn gerade im ersten Testfoto erkennt man, dass die Kamera Belichtungsprobleme bei Gegenlichtsituationen hat. Generell scheint die Rückkamera etwas zu dunkel zu belichten. Die Frontkamera mit den 2 Megapixeln reicht für Video-Chats via Skype oder ähnlichem aus, solange die Lichtverhältnisse stimmen. Zum Fotografieren ist sie nicht geeignet, da die Bilder auf voller Größe zu unscharf sind.

Die 2 Vergleichs-Serien sind dabei immer folgendermaßen aufgebaut: oben links Tablet-Rückkamera, oben rechts Tablet-Frontkamera, Mitte links Vergleichstablet-Rückkamera, Mitte rechts Vergleichstablet-Frontkamera (Vergleichstablet ist das Samsung Note 10.1 2014 Edition), unten links Vergleichs-DSLR ohne Blitz und unten rechts Vergleichs-DSLR mit Blitz (Vergleichskamera ist die Canon EOS 500D mit EF-S 15-55 mm).

Dell Venue 11 Pro Rückkamera innen
Dell Venue 11 Pro frontakamera  innen
Rückkamera Innen Note 10_1
Frontkamera Innen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz innen
Canon EOS 500D mit Blitz innen

Dell Venue 11 Pro Rückkamera außen
Dell Venue 11 Pro frontakamera außen

Rückkamera Außen Note 10_1
Frontkamera Außen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz außen
Canon EOS 500D ohne Blitz außen

[nextpage title=“Zubehör“]
Das mitgelieferte Zubehör des Dell Venue 11 Pro  fällt sehr mager aus. Wenn man die Verpackung entleert, findet man neben dem Tablet selbst lediglich das Netzteil und ein Benutzerhandbuch. Weiteres Zubehör wie zum Beispiel ein Headset sucht man vergebens. Dafür bietet Dell eine sehr große Auswahl an optionalem Zubehör. So könnt ihr euch eine Dockingstation kaufen, in der euer Tablet deutlich schneller geladen wird und welche euch weitere sinnvolle Anschlüsse bietet. Die Station besitzt 3 weitere USB-Anschlüsse, einen HDMI-Port, einen Display-Port, einen LAN-Anschluss und eine 3,5mm Klinkenbuchse. Für alle, die unterwegs viel schreiben möchten, empfiehlt sich eine der beiden Tastaturen.

Dell Venue 11 Pro _ 27
Dell Venue 11 Pro _ 28

Die flache Tastatur ist sehr leicht und bietet echte Tasten mit einem sehr geringen Tastenhub. Dies ist auf Anhieb etwas gewöhnungsbedürftig, denn der Druckpunkt ist nicht wirklich klar und man weiß nicht sicher, ob die Taste richtig betätigt wurde. Sehr gut ist jedoch die Größe der Tasten. Mit rund 15 mm Breite und genügend Abstand zwischen den Tasten lässt es sich sicher und ohne Fehleingaben tippen. Das Touchpad der flachen Tastatur reagierte teilweise etwas träge oder kurz gar nicht. Hier könnte Dell gerne nachbessern.

Dell Venue 11 Pro _ 22
Dell Venue 11 Pro _ 23

Bei der mobilen  Chiclet-Tastatur  steht einem deutlich mehr Tastenhub zur Verfügung. Diese Tastatur ist durchaus mit einer normalen Notebook-Tastatur vergleichbar. Desweiteren bietet dieses Tastatur-Dock den Vorteil, dass ein weiterer Akku integriert ist. Der Akku kann über einen Micro-USB-Port mit dem standardmäßigen Dell-Netzteil geladen werden. Dank des Akkus und des Metallgehäuses bietet der Dock genügend Gewicht, um auch im aufgeklappten Zustand stabil zu stehen. Obwohl genügend Platz vorhanden wäre, hat Dell in der mobilen Tastatur keine weiteren USB-Ports oder andere Anschlüsse verbaut. Das Touchpad dieser Tastatur arbeitet exakter und zeigte im Test keine Aussetzer. Die Verarbeitung ist weitestgehend in Ordnung. Leider mussten wir feststellen, dass ein Tastenklick ausgelöst wird, wenn man das Tablet im Tastatur-Dock mit einer Hand anhebt. Der Dock scheint sich an der Vorderseite leicht zu verformen, wodurch wiederum ein Klick am Touchpad ausgelöst wird.

Dell Venue 11 Pro _ 19
Dell Venue 11 Pro _ 21

[nextpage title=“Touchscreen und Bedienung“]

Das Panel des Dell Venue 11 Pro unterstützt Multitouch-Eingaben. Im Test wurden alle 10 Finger unabhängig voneinander erkannt. Der Touchscreen arbeitet sehr exakt und bietet eine angenehme Empfindlichkeit. Die virtuelle Windows-Tastatur hat dank des 10,8“ Displays eine gute Größe und erlaubt auch Eingaben längerer Texte.

Eine Besonderheit des Dell Venue 11 Pro ist die Möglichkeit der Stifteingabe. Der Digitizer ist optional und kann beim Kauf direkt mitbestellt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern von Tablets mit Digitizer setzt Dell nicht auf Wacom oder N-Trig, sondern auf eine eigene Entwicklung. Im Gegensatz zu den Wacomstiften arbeitet der Stylus von Dell nicht induktiv sondern aktiv. Daher benötigt der Stift eine eigene Stromquelle. Diese wird in Form von einer kleinen AAA-Batterie bereitgestellt. Dank der Batterie und dem Metallgehäuse besitzt der Stift ein gutes Gewicht und fühlt sich wie ein hochwertiger Kugelschreiber an. Im Vergleich zu den leichten und oft billig wirkenden Samsung-Stiften ein echter Fortschritt. Ein weiterer Vorteil des aktiven Stylus ist die Genauigkeit im Randbereich des Tablets. Technologiebedingt kommt es bei den induktiven Wacom-Digitizern oft zu größeren Abweichungen am Rand des Displays. Man könnte also meinen, Dell hätte einen wirklich guten Stylus entwickelt. Dem ist aber leider nicht so. Die erste Version des Stiftes wurde schon nach kurzer Zeit nicht mehr ausgeliefert und schließlich auch von der Hersteller-Website genommen. Grund dafür waren massenhafte Reklamationen, da der Stift gar nicht oder extrem schlecht funktionierte. Nachdem verärgerte Venue-11-Pro-Besitzer fast ein Jahr auf ein neues Modell warten mussten, ist es nun soweit, dass Dell anfängt, neue Stifte zu liefern. Leider besteht auch hier noch ein Lieferengpass, sodass manche Kunden sich noch weiter gedulden müssen. Wir hatten jedoch das Glück, einen Stylus der neuen Generation (RevA01) für den Test zu bekommen. Als wir jedoch Microsoft One-Note öffneten und die ersten Wörter mit dem Stift schrieben, kam der Schock. Das Schriftbild war extrem schlecht. Auch diversere Tricks und Einstellungsänderungen brachten keine Verbesserung. Wir gaben aber noch nicht auf und testeten die Eingabe erneut in Windows Journal. Hier sah das Schriftbild schon akzeptabler aus, jedoch immer noch in keinster Weise vergleichbar mit einem Wacom-Schriftbild. Aufgrund dieser starken Unterschiede zwischen den beiden Programmen vermuten wir die Ursache des schlechten Schriftbildes in der Treiberkompatibilität mit den Programmen. Eine offizielle Stellungsahme von Dell liegt jedoch noch nicht vor.

Damit ihr euch selbst einen Eindruck von dem Unterschied zwischen dem aktivem Dell-Digitizer und einem Wacom-Digitizer machen könnt, haben wir einen direkten Vergleich aufgestellt. Die Testsätze wurden jeweils in Microsoft One Note und Windows Journal erstellt. Als Vergleichsgerät diente ein Samsung Ativ Smart PC 500, auf welchem ebenfalls Windows 8.1 installiert ist. (oben Dell Venue 11 Pro , unten Samsung Ativ Smart PC)

dell one note
dell windows journal
One Note - Samsung Ativ 500T
Journal Samsung Ativ 500T

[nextpage title=“Display“]
Das 10,8 Zoll große IPS-Display des Dell Venue 11 Pro bietet eine Auflösung von 1920×1080 Pixeln und steht damit auf einer Stufe mit dem Microsoft Surface 2. Beide Tablets bieten eine ähnliche Pixeldichte von guten 204 dpi.  Der Kontrast ist sehr hoch und die Farbgenauigkeit ist für ein Tablet absolut in Ordnung. Die Intel Core-i-5-Variante ist damit auch bedenkenlos für kleinere Fotoshop-Arbeiten geeignet. Die maximale Helligkeit des Tablets liegt ebenfalls auf einem guten Niveau. Doch wird diese in den seltensten Fällen abgerufen. Die Helligkeit wird in einem breiten Bereich automatisch mit Hilfe des verbauten Lichtsensors geregelt. Diese automatische Steuerung ist jedoch viel zu empfindlich und dunkelt schon bei geringer Lichteinstrahlung zu stark ab. Wenn man in den Einstellungen die Helligkeit auf die höchste Stufe stellt, bleibt das Display immer noch zu dunkel. Im Freien ist das nicht entspiegelte Display sehr unpraktisch. Es scheint noch stärker zu spiegeln als die meisten nicht entspiegelten Displays. Denn selbst bei bewölktem Himmel oder Sonneneinstrahlung in Gebäuden ist das Display schwer abzulesen. Die Blickwinkelstabilität hingegen ist sehr gut. Selbst bei sehr geringen Blickwinkeln bleibt auch der Kontrast stark genug.

Technik:

Wie schon oben erwähnt, bietet Dell dem Kunden die Möglichkeit, zwischen 3 Prozessoren zu wählen. Es handelt sich dabei um einen Intel Atom z3770, einen Intel Core i3-4020Y oder einen Intel Core i5-4300Y. Für unseren Test wurden uns die Varianten mit Intel Atom und Intel Core i5 zur Verfügung gestellt. Bei den beiden Core-i-Prozessoren handelt es sich um Dual-Core-Prozessoren, welche dank Hyperthreading vier Threads gleichzeitig bearbeiten können.  Zwischen den Modellen mit Atom-Prozessor und Core-i-Prozessor gibt es jedoch noch mehr Unterschiede. Die Atom-Modelle werden zum Beispiel nur mit eMMC-SSDs ausgeliefert. Diese dürfen zwar als SSDs (Solid State Drives) bezeichnet werden, haben aber deutlich niedrigere Geschwindigkeiten. Dieser Unterschied zeigt sich am stärksten im CrystalDiskMark-Test. Desweiteren werden die Varianten mit Intel Core i mit 2GB mehr Arbeitsspeicher und Windows 8.1 in der 64 Bit Version geliefert. Für die Grafikberechnung verfügen die Intel-Core-i-Modelle über eine Intel HD 4200 GPU mit 20 EUs (Execution Units). Der Intel HD Graphics Chip des Bay Trail Prozessors taktet mit 200MHz weniger und besitzt nur 4 EUs. Mit diesen Leistungsdaten lässt sich die GPU-Einheit des Intel Atom 3770 am ehesten mit einer Qualcomm Adreno 320 GPU vergleichen, wie sie in den Snapdragon 600 Chips verbaut wird.

[nextpage title=“Leistung“]

Die Leistung des Tablets mit der schwächsten Ausstattung reicht für Officearbeiten, Surfen oder Filme Schauen vollkommen aus. Über ein HDMI-Kabel können Full-HD-Inhalte auch ruckelfrei auf einem externen Monitor wiedergegeben werden. Für anspruchsvollere Aufgaben sollte man sich jedoch für die Variante mit Intel Core i5 oder Intel Core i3 entscheiden. Diese bieten deutlich mehr Leistung, was Berechnung und Grafik angeht. Bei dem Intel-Core i-5-Modell mussten wir bei einigen Benchmarks feststellen, dass die CPU throttelt und heruntertaktet, da die Temperaturen sonst zu stark ansteigen. Von den maximal 1,9 GHz bleiben dadurch oft nur um die 900 Mhz übrig. Desweiteren mussten wir während unserer Testzeit auch einige Freezes bei dem großen Modell feststellen. In diesen Situationen half nur noch ein Hardreset. Abgesehen von diesen Problemen bietet das Dell Venue 11 Pro mit Intel Core i5 genug Leistung für kleine Fotoshop-Arbeiten oder Videobearbeitungen.  Die mobilen SSDs in den Tablets mit Intel-Core-i-Prozessor konnten durch extrem kurze Lade- und Kopierzeiten überzeugen. Die Festplatten-Benchmarks bestätigten diese Eindrücke ebenfalls. Wie sich die beiden Varianten des Dell Venue 11 Pro sonst geschlagen haben, könnt ihr hier in den Benchmark-Ergebnissen sehen.

HD Tune Dell Venue 11 Pro
Crystal Dsik Mark Dell Venue 11 Pro
Geekbench 3 Dell Venue 11 Pro
Cinebench R10 Dell Venue 11 Pro
PC Mark 7 Dell Venue 11 Pro
3D Mark 06 Dell Venue 11 Pro

Spiele & Videos

Auf der kleinen Version des Dell Venue 11 Pro laufen alle Spiele aus dem Microsoft-Store ohne Probleme. Desktop-Games hingegen bringen das Dell Venue 11 Pro mit Intel Atom Z3770 an seine Grenzen und auch zum Absturz. Wer auf dem Tablet also auch richtige Spiele zocken möchte, sollte zur stärksten Variante mit Intel Core i5 CPU greifen. Auf diesem laufen einfache Games wie Terraria ohne Probleme. Auch ältere 3D-Spiele laufen mit eingeschränkten Grafikeinstellungen überwiegend flüssig. Die Wiedergabe von Full-HD-Inhalten funktioniert problemlos. Egal ob im Media Player oder im Browser (Youtube), die Videos werden ohne Ruckler abgespielt. Bei der alten Intel-Atom-Generation wie dem Z2670 gab es gerade bei Full-HD-Youtube-Videos immer wieder starke Ruckler. Mit der neuen Generation gehört dieses Problem jedoch der Vergangenheit an. Hier machen sich die 2 zusätzlichen Kerne in jedem Fall bemerkbar.

[nextpage title=“Emissionen und Lautsprecher“]

Temperatur

Im  Idle Modus ist der Unterschied zwischen dem Bay Trail und dem Haswell-Prozessor fast nicht vorhanden . Beim Haswell-Modell ermittelten wir eine maximale Rücktemperatur von 36,9°C bemerkbar. Bei der Atom-Variante hingegen waren es 36,4°C. Der kleine Unterschied von gerade einmal 0,5°C ist zu vernachlässigen. Trotzdem muss man auch sagen, dass die Temperatur von 36°C relativ hoch ist, im Vergleich zu Tablets der Konkurrenz. Als Beispiel kann man hier das Lenovo Thinkpad Tablet 2 nennen. Dieses war im Idle ganze 5°C kälter.

Modell mit Intel Atom Z3770

Dell Venue 11 Atom Fronttemp Idle
Dell Venue 11 Atom Rücktemp Idle

 Modell mit Intel Core i5 4300Y

Dell Venue i-5 Fronttemp Idle
Dell Venue i-5 Rücktemp Idle

Betrachtet man die Temperaturen unter Volllast, sieht die Welt ganz anders aus. Hier ist der Unterschied zwischen Bay-Trail-CPU und Haswell-CPU deutlich erkennbar. Der Haswell-Prozessor produziert mit einer TDP von 15W mehr als dreimal soviel Wärme im Vergleich zum Atom Z3370. Trotz der aktiven Kühlung durch 2 Lüfter erreicht das Intel Core i5 Modell maximal 45,9°C auf der Rückseite. Das Gerät lässt sich bei diesen Temperaturen zwar noch in der Hand halten, doch Schwitzen ist vorprogrammiert. Das Tablet mit dem kleinen Bay-Trail-Prozessor hingegen bleibt mit 37,4°C angenehm kühl und wird somit unter Last nur 1°C wärmer.

Modell mit Intel Atom Z3770

Dell Venue 11 Atom Fronttemp Last
Dell Venue 11 Atom Rücktemp Last

 Modell mit Intel Core i5 4300Y

Dell Venue i-5 Fronttemp Last
Dell Venue i-5 Rücktemp Last

Lautsprecher

Bei beiden Modellen befinden sich links und rechts Stereolautsprecher am Tablet. Diese wurden von Dell sehr gut positioniert und werden somit beim Halten nicht verdeckt. Auch bei der Qualität der Lautsprecher hat sich Dell wirklich Mühe gegeben. Selbst bei hoher Lautstärke und schwierigen Frequenzen bleibt uns lästiges Übersteuern oder Knarzen erspart. Sobald das Klangbild jedoch zu groß wird und zu viele Instrumente mitwirken, wird die Wiedergabe schnell matschig. In Anbetracht der Größe der Lautsprecher ist dies jedoch logisch. Wer seine Musik oder Filme genießen möchte, sollte, wie bei allen Mobilgeräten, auf Kopfhörer zurückgreifen.

[nextpage title=“Akkulaufzeit“]

Dell spendiert der Atom-Version einen 32-Wattstunden-Akku. Für die leistungsfähigeren Geräte mit i3- und i5-Prozessor stehen 37-Wattstunden-Akkus zur Verfügung. Mit dieser Ausstattung hält selbst das starke Tablet unter Vollast fast 2 Stunden durch. Dabei werden GPU und CPU voll ausgelastet und das Display auf 100% Helligkeit reguliert. Wesentlich praxisnaher ist da der WLAN-Test. Bei diesem regeln wir die Helligkeit auf 50% und rufen mit Hilfe eines Skriptes alle 40 Sekunden eine neue Website auf. Dieses Skript wurde uns freundlicherweise von Notebookcheck zur Verfügung gestellt. Unter dieser Belastung hielt das Haswell-Model 6h und 3 Minuten lang durch. Die Version mit dem sparsameren Bay-Trail-Prozessor konnte hier 50 Minuten länger durchhalten. Im Idle schaffen es die Tablets bei minimaler Helligkeit auf 12 Stunden und 30 Minuten sowie 13 Stunden und 21 Minuten. Diese Werte liegen im guten Mittelfeld. Die Variante mit Intel Core i5 liegt mit diesen Messwerten knapp hinter seinem Konkurrenten, dem Microsoft Surface Pro 2. Wer sich beim Kauf für den mobilen Keyboard-Dock entscheidet, bekommt mit dem integrierten Akku noch einmal 24 Wattstunden zusätzlich geliefert. Mit dieser Extraportion an Kapazität verlängert sich die Akkulaufzeit jeweils um ca 70%.

Akkulaufzeit Dell Venue 11 Pro

[nextpage title=“Fazit“]

Persönliches Fazit

Mit dem Venue 11 Pro bietet Dell ein Tablet, welches durch gute Verarbeitung glänzt und durch seine Performance überzeugt. Dell richtet sich auch beim Venue 11 Pro vorwiegend an Businessleute. Natürlich ist es aber auch genau so gut für jeden anderen Anwender geeignet. Uns gefällt die Auswahlmöglichkeit zwischen 3 Leistungsvarianten, sodass man genau das richtige Gerät für seine persönlichen Ansprüche kaufen kann. Desweiteren hat uns die Vielfalt von optionalem Zubehör begeistert, auch wenn dieses nicht immer ganz so günstig ist. Doch leider stößt man immer wieder auf kleinere und größere Probleme, die in der Gesamtheit das Vergnügen deutlich trüben. Angefangen bei dem immer noch nicht korrekt funktionierenden Stylus, über schlecht reagierende Touchpads, Tastatur-Docks, welche Tastenklicks auslösen oder in manchen Fällen komplette Freezes bei den Haswell-Modellen. Die Atom-Variante ist eine von wenigen Tabletkonfigurationen mit der neuen Bay-Trail-Generation. Wer ein reines Office-Tablet sucht und nicht auf die Digitizerfunktion angewiesen ist, kann hier dennoch zugreifen und sich über den deutlichen Leistungszuwachs im Vergleich zu den alten Atom-CPUs freuen. Die Atom-Version des Dell Venue Pro findet ihr bei Amazon für 698,99€. Jedoch gibt es auch hier Konkurrenz vom Asus Transformer Book T100TA, welches um die 200€ günstiger ist und bereits einen Tastatur-Dock mitbringt. Das stärkste Model mit dem Intel-Core-i5-Prozessor bietet ordentlich Leistung, die auch für anspruchsvollere Aufgaben ausreicht. Abgesehen von den ab und zu auftretenden Freezes, steht das stärkste Dell Venue 11 Pro dem Microsoft Surface Pro 2 gegenüber, welches ebenfalls rund 200€ günstiger ist und einen funktionierenden Wacom-Digitizer bietet. Wer sich trotzdem für das Dell Venue 11 Pro entscheidet, bekommt es bei Amazon für aktuell 966,46€. Zusammenfassend kann man sagen, dass Dell mit dem Venue 11 Pro eine performante, gut verarbeitete und schön designte Tablet-Reihe bietet, die jedoch immer noch zu viele Fehler besitzt und dafür zu viel kostet. Wir hoffen jedoch, dass Dell an seinem Konzept festhält und die bekannten Probleme bei der nächsten Generation ausbessern kann.

Positiv:
– gute Verarbeitung
– gute Leistung
– große Datenspeichermenge möglich
– große Vielfalt an Modellen und optionalen Zubehör
Negativ:
– Freeze Probleme bei den Intel Core i – Modellen
– noch immer nicht richtig funktionierender Digitizer
– kleine Schwächen beim Zubehör
– hoher Preis

Ihr könnt das Dell Venue 11 Pro bei Amazon kaufen und uns unterstützen.

Den günstigsten Preis findet ihr hier.

Euer Hardbloxx – Team

Testbericht erstellt durch Hardbloxx.Treffnix

Test / Testbericht: Asus Transformer Book T100TA-DK007H

Android und iOS haben die weltweite mobile Marktherrschaft und befinden sich mittlerweile auf einem Großteil aller Tablets und Smartphones. Dennoch gibt es eine große und stetig steigende Fangemeinde von Windows 8 basierten Geräten. Die Vorteile liegen auf der Hand, wenn man bereits einen PC oder ein Notebook mit Windows 8 besitzt, da die Synchronisation der Gräte schnell und unkompliziert ist. Zudem hat man einen vollwertigen „PC“ für unterwegs, der große Möglichkeiten bietet. Wir haben uns das neue Asus Transformer Pad T100 angeschaut, das als eines der ersten Tablets auf Intels neuen eMMC-Speicher vertraut.

Technische Daten:

Betriebssystem: Windows 8.1 Pro
Prozessor: Intel Atom Z3740 mit 1,8 GHz
Arbeitsspeicher: 2 GB
Display: 10.1 Zoll HD WXGA IPS-Display mit 1366 x 768 Pixel
Interner Speicher: 64 GB eMMC-Speicher + 500 Gigabyte Festplatte
Kamera: 720p Frontkamera
Akku: 31 Wh
Gewicht: 573g (Ohne Dock), 1164g (mit Dock)

Gehäuse

Das Transformer Pad T100 ist kein klassisches Tablet, sondern zählt viel mehr zu den Convertibles. Diese Art der Tablet-PCs haben zusätzlich eine Dockingstation mit Tastatur und manchmal auch einen separaten Akku, der beim T100 leider ausbleibt. Stattdessen besteht die Möglichkeit, das T100 aufgrund der Tastatur wie ein Netbook/Notebook zu nutzen. Vor allem Nutzer, die sich mit der virtuellen Tastatur nicht anfreunden können, werden diesen Fakt als äußerst nützlich empfinden. Mit 573 Gramm bringt das T100 als Tablet ein durchschnittliches Gewicht auf die Waage. Im Vergleich dazu schafft es das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition auf 547 Gramm und das Lenovo Thinkpad Tablet 2 auf 596 Gramm. Die Dockingstation des Asus T100 wiegt zusätzliche 591 Gramm, wodurch sich beim Einstecken des Tablets ein Gesamtgewicht von 1164 Gramm ergibt. Verglichen mit einem herkömmlichen Netbook (Rund 1,3-1,5 Kg) ist dies jedoch annehmbar.

Begeistert waren wir von der Qualität des genutzten Kunststoffs, denn dieser ist fest und macht das Tablet wie auch die Dockinstation sehr stabil. Das Gehäuse ist verwindungssteif und lässt sich nicht verdrehen oder verbiegen. Ein Knarzen oder Knacken des Gehäuses konnten wir ebenfalls nicht feststellen. Auch die Dockingstation weist eine hohe Verarbeitung auf und trumpft mit gut verarbeiteten Kunststoff auf. Damit das Tablet beim Einstecken keinen Schaden nimmt, wurde der Port, bzw. die Halterung mit Stoff beklebt. Wer die Tastatur des Docks reinigen möchte, der kann auf der Rückseite die Schrauben entfernen und das Dock öffnen. Vorsicht ist nur beim Werkzeug geboten, da Schraubendreher das sehr weiche Plastik schnell beschädigen können.

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Ausstattung

Das Transformer Book T100 existiert in verschiedenen Speicherausführungen und setzt als eines der ersten Convertibles auf Intels neuen eMMC-Speicher, der aktuelle mSATA-Modelle vom Markt drängen soll. Unter Testmodell vertraut auf 64 Gigabyte Flashspeicher und erhielt von Asus zusätzlich noch eine große 500 Gigabyte Festplatte, auf der ihr weitere Daten speichern könnt. Weiterhin verfügt das T100 über eine Front-Webcam, jedoch leider über keine rückseitige Kamera, mit der ihr Bilder machen könnt. Für den Anschluss an euren Fernseher sorgt Micro-HDMI, auch wenn ihr das nötige Kabel dafür separat erwerben müsst, denn der Verpackung liegt keines mit bei. Micro-USB sorgt für die nötige Vernetzung mit dem PC und einen schnellen Ladevorgang. Das Asus T100 lädt sowohl am PC als auch an einer normalen Steckdose. Der nötige Stromadapter wird mitgeliefert. Sollten euch die integrierten Lautsprecher nicht reichen, könnt ihr ein Soundsystem oder PC-Lautsprecher über den 3,5mm Klinkenanschluss anstecken. Die Dockingsstation liefert euch zusätzlich einen schnellen und vollwertigen USB-3.0-Port sowie ein Multigesten-Touchpad und eine Chiclet-Tastatur. Auf dieser lässt es sich angenehm schreiben, da ihr einen kurzen Hub habt und euch ein knackiges Feedback erwartet. Dafür ist die Tastatur etwas lauter als von manch anderen Notebooks oder Netbooks gewöhnt – aber es gibt auch lautere Modelle.

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Kommunikation

Mit dem Internet verbinden kann sich das Asus T100 über die integrierte WLAN-Schnittstelle, die mit den Standards 802.11 a/b/g/n funkt. Im Test war die Verbindung auch nach rund 10 Metern noch sehr stabil und auch Downloads funktionierten bei einer 64Mbit Leitung mit ca. 2 MB/s ausreichend schnell. Die Surfgeschwindigkeit wurde erst nach 15-20 Metern gemindert, bis sie schließlich gänzlich abbrach. Für eine kabellose Verbindung mit dem Smartphone oder eurem PC steht euch Bluetooth in der 4. Version zur Verfügung. Über die Windows-Einstellungen könnt ihr dies de-/aktivieren. Anders als von herkömmlichen Androidgeräten bekannt, lässt sich an das T100 ein separates UMTS-Modul anschließen. Hierfür steht euch die USB-3.0-Schnittstelle am Port zur Verfügung, an der ihr einen USB-Stick nutzen könnt. Dank Windows 8 ist dieser schnell und unkompliziert installiert. Somit könnt ihr auch unterwegs hervorragend surfen. Verfügt ihr über einen passenden Adapter, lässt sich solch ein UMTS-Modul auch am Micro-USB-Port betreiben. Ein GPS-Modul ist beim Asus T100 nicht vorhanden.

Software

In Sachen Software könnt ihr aufatmen, denn wir konnten auf dem T100 von Asus nicht viel nervige Bloatware finden. Neben dem Betriebssystem Windows 8.1 habt ihr ein paar Asus-eigene Programme, wie Asus WebStorage, das euch mit eurer eigenen Asus Cloud verbindet. Meldet ihr euch bei WebStorage an, könnt ihr für ein Jahr einen Cloudspeicher von 1000 Gigabyte nutzen. Danach fallen Gebühren an. Weiterhin habt ihr die Möglichkeit, die Vorzüge eines Windows-basierten Tablets zu genießen. So funktionieren alle bekannten Programme auf dem Tablet sowie der Windows-interne Store, über den ihr allerhand Spiele und Apps herunterladen könnt.

 

Kachelscreen
Asus-Webstorage

Kamera & Multimedia

Wie wir bereits erwähnten, verfügt das Asus T100 über keine rückwärtige Kamera, mit der ihr unterwegs Schnappschüsse machen könnt. Dafür ist eine Frontkamera für Videotelefonie eingebaut, die die typische Qualität einer Webcam aufweist. Das Bild ist kontrast- und farbarm und eignet sich nicht unbedingt für Urlaubsfotos, doch dafür ist das T100 auch nicht gemacht. Aufgrund des Betriebssystems wird euch im Bereich Multimedia einiges geschenkt. So könnt ihr neue Codecs installieren, auf eine andere Videoabspielsoftware setzen oder eure Videos bearbeiten.

Zubehör

Wie von vielen anderen Geräten gewohnt, gibt es auch beim Asus Transformer Book T100 kaum Zubehör. Neben dem Tablet und der Dockingstation liegen nur noch das nötige Netzteil und einige Zettel im Karton. Aber besonders dies macht das T100 aus, das Dock. Wer eine vollwertige und gute Tastatur bei einem Tablet nutzen möchte, der muss oftmals zwischen 60-130 Euro auf den Tisch legen. Das Asus T100 liefert euch werkseitig bereits eine schöne Tastatur mit.

Tastatur & Mausersatz

Wenn wir schon von der Dockingstation sprechen, müssen wir diese auch direkt einmal bewerten. Optisch erinnert das Dock des Asus T100 an die Netbook-Serie von Asus und kann auch mit einer ähnlich guten Tastenanordnung aufwarten. Bei der verwendeten Tastatur handelt es sich um ein Chiclet-Modell mit kurzem Hub und geringer Lautstärke. Platzbedingt sind die Tasten etwas klein, was vor allem bei Nutzern mit großen Händen zu Schwierigkeiten oder Krämpfen führen kann. Damit das Tablet nicht auf den Tasten aufliegt, befindet sich jeweils rechts und links ein Gummistoppfer, auf denen der Touchscreen liegt. Etwas enttäuschend ist der kleine Mausersatz. Auch hier ist die Größe wieder den geringen Maßen des Docks geschuldet. Dennoch lässt die Empfindlichkeit des Touchpads stark zu wünschen übrig. Die Bedienung des Touchscreens ist hier wesentlich intuitiver. Möchtet ihr den Desktop dennoch mit der Maus bedienen, solltet ihr auf ein kabelloses oder kabelgebundenes Modell setzen. Überzeugend ist hingegen der Dockingport für das Tablet, denn dieser greift die unteren Anschlüsse des T100 hervorragend, wodurch das Tablet einfach und schnell in die Anschlüsse hineingleitet.

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Touchscreen

Wer das Asus T100 nicht als Netbook oder Convertible nutzen möchte, bedient es am besten über den Touchscreen. Dies funktionierte bei uns im Test sehr gut und flüssig. Das Tippen auf der Kacheloberfläche war einfach und Apps öffneten sich schon nach einer leichten Berührung. Etwas schwieriger war die Bedienung auf dem Desktop, da hier die Symbole wesentlich kleiner waren, doch mit etwas Übung funktionierte auch das problemlos. Besonders schön ist die virtuelle Tastatur, die man wahlweise als komplette Tastatur nutzen kann, wie man es von richtigen Keyboards kennt oder man schaltet sie auf eine spezielle mobile Version. Dabei wird die Tastatur geteilt und ihr könnt hervorragend mit den Daumen schreiben.

Display

Filme und Bilder schaut ihr euch auf einem 10.1 Zoll IPS-Display mit einer maximalen Auflösung von 1366 x 768 Pixeln an. Diese Auflösung ist gängig und bekannt von Geräten wie dem Lenovo Thinkpad 2 Tablet. Eine höhere Pixelzahl würde gleichzeitig kleinere Symbole darstellen, was die Steuerung des Desktops wiederum komplizierter macht. Überzeugen können besonders die ausgeglichenen Farben, die sämtliche Farben sehr gut darstellen. Die Helligkeit ist zudem stark genug, um das Tablet auch außerhalb zu bedienen. Scheint die Sonne unmittelbar auf das Tablet, wird es hingegen etwas schwieriger den Desktop zu erkennen. Als nahezu perfekt kann die Blickwinkelstabilität gesehen werden, da die Farben auch bei einem sehr großen Winkel nicht verändert oder verfälscht werden.

Technik

Das Herzstück des Asus Transformer Book T100 ist ein Intel Atom Z3740 Prozessor mit vier Kernen. Alle Kerne takten mit einer Frequenz von 1,86 GHz, verfügen jedoch nicht über einen Turbo-Modus. Der Prozessor wird im 22 Nanometer Verfahren gefertigt und bietet zahlreiche Verbesserungen im Vergleich zu seinem Vorgänger. Der Atom Z3740 ist einer der ersten Prozessoren, die im Out-of-Order-Design gefertigt wurden. Das heißt, dass der Prozessor Anwendungen bei der Abarbeitung priorisieren kann und nicht stur eine Operation nach der anderen bearbeitet. Weiterhin verbesserte Intel die Leistungsaufnahme und die Pro-Takt-Leistung. Beim Z3740 entfällt hingegen die Hyper-Threading-Technologie. Dafür erhielt der Prozessor neue Befehlssätze wie SSE 4.1 und 4.2. Für die Grafikausgabe ist ein integrierter Intel-HD-Graphics-Chip zuständig, der zwischen 311- und 667 MHz taktet. Weiterhin speichert das T100 seine Daten auf einem 64 Gigabyte großen eMMC-Speicher. Weitere Daten könnt ihr auf der separaten 500 Gigabyte Festplatte ablegen und archivieren. Ein Austausch der Festplatte gegen eine SSD ist nur für geübte Bastler geeignet, da sich das T100 nicht aufschrauben lässt. Der eMMC-Speicher stammt aus dem Hause SanDisk (SEM64G) und die Festplatte von HGST (HTS54505A7E680). Der Arbeitsspeicher ist mit 2 Gigabyte DDR3 ausreichend bestückt. Dieser taktet mit 1066 MHz und arbeitet im Dual-Channel-Modus für eine höhere Bandbreite.

Leistung

Die Leistung des Asus T100 konnte im Test überzeugen, auch wenn FullHD-Videos auf Youtube oftmals hakten und ruckelten. Dies schieben wir jedoch weniger auf die Leistung des Tablets, sondern viel mehr auf den Flash Player. Hochaufgelöste Videos und grafikaufwendige Spiele waren für das T100 kein Problem. Auch Ruckler konnten wir in keinem Spiel aus dem Windows-Market ausmachen. Aktuelle Grafikkracher sind mit dem Intel Atom hingegen undenkbar und einfach nicht spielbar. Aus diesem Grund haben wir erst gar kein Spiel über Steam oder Origin installiert. Für den Zeitvertreib zwischendurch kann sich die Leistung in kleinen Gaming allerdings sehen lassen. Hervorheben können wir zusätzlich die gute Office Leistung, denn auch hier konnten wir keine nervigen oder langen Wartezeiten erkennen. Erst bei aufwendigen Programmen wie Photoshop oder Cyberlinks PowerDirector streikte das Tablet und die Ladezeiten waren enorm. Doch für die professionelle Bild- und Videobearbeitung ist das Tablet auch nicht gedacht. Etwas enttäuscht waren wir vom neuen eMMC-Speicher, der wesentlich langsamer ist als vollwertige SSDs und lediglich gute HDD-Geschwindigkeiten erreicht. Einzig die Zugriffszeit ist dank der schnellen Anbindung und des Flash-Speichers ein erheblicher Vorteil zur Festplatte.

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Temperaturen

Wird das T100 von Asus nicht zu stark ausgelastet, bleiben die Temperaturen in einem sehr guten und kühlen Bereich. Mit der Hand konnten wir keine Temperaturänderung erkennen. Die wärmste Stelle war im Idle mit rund 29 °C die untere linke Ecke. Erst nachdem wir das Tablet ausgelastet haben, stiegen die Temperaturen leicht an. Unter Last betrug die Höchsttemperatur 41 °C und war mit der Hand gut erkennbar, doch nicht unangenehm. Auch nach 20 Minuten unter Volllast stiegen die Temperaturen nicht weiter. Die rechte Rückseite blieb konstant unter 30 Grad und damit auf einem sehr guten Niveau.

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Asus-Transformer-Book-T100-Back-Last

Lautsprecher

Wenn ihr einen Film schauen möchtet oder Musik hört, solltet ihr das T100 am besten mit einem Bluetooth-Lautsprecher verbinden, denn die Lautsprecher sind nicht für richtige Audio-Fetischisten gedacht. Viel mehr könnt ihr damit zwischendurch ein Video auf Youtube wiedergeben oder den Klängen eines mobilen Spiels lauschen. Die beiden Stereolautsprecher sind gut, größenbedingt aber nicht sehr aussagekräftig. Höhen sind noch gut, Mitten gehen unter und ein Bass ist aufgrund eines fehlenden Tieftöners nicht vorhanden. Für zwischendurch reicht es dennoch allemal.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit betrachten wir von zwei Seiten, denn hier hat Asus einige Fehler bei den Hausaufgaben gemacht. Das Dock des T100 verfügt nicht über einen separaten Akku und scheint ungeheuer viel Strom zu nutzen, obwohl es sich dabei lediglich um eine Tastatur handelt. Ohne das Dock erreichte das Transformer Book T100 sehr gute Akkulaufzeiten von bis zu 20 Stunden im Idle. Sobald wir das Tablet in das Dock einklinkten, sanken diese Laufzeiten um mehrere Stunden. Erklären können wir uns das nicht, da das Dock kaum Leistung benötigt. Der Akku ist mit rund 30 Wh auch ausreichend bestückt für ein Tablet. Im Ladevorgang ermittelten wir mit und ohne Dock genau 8 Watt, die das Tablet benötigte. Woher die enorm unterschiedlichen Messwerte des Akkutests stammen, können wir leider nicht sagen. Nichtsdestotrotz wäre die Zugaben eines weiteren Akkus in der Dockingstation gut gewesen. Für den Test nutzten wir den BatteryEater in seinen verschiedenen Ausführen. Um den WLAN-Test durchzuführen, konnten wir auf das Script von Notebookcheck.com zurückgreifen.

Asus-Transformer-Book-T100-akkulaufzeit

Persönliches Fazit

Handlich, komfortabel und dazu noch ausreichend schnell für Office und kleine Spiele. Das Asus Transformer Book T100 ist ein grundsolides Arbeitsgerät für zu Hause und unterwegs. Dank des Intel Atom Z3740 Prozessors bearbeitet das Tablet sämtliche Office-Aufgaben schnell und zuverlässig und auch die Spieleleistung kann durchweg überzeugen. Zudem gefiel uns die Möglichkeit der physischen Tastatur und Maus, auch wenn das Touchpad mehr schlecht als recht arbeitet. Dafür eignet sich die Tastatur selbst für lange Berichte, Mails und Abschlussarbeiten. Die Speicherkapazität von rund 560 Gigabyte ist für ein Tablet-PC ebenfalls enorm und sollte positiv hervorgehoben werden. Doch gibt es dennoch kleinere Mängel, die uns im Test immer wieder auffielen. So fragen wir uns, warum das Dock keinen eigenen Akku hat? Das würde die geringere Akkulaufzeit bei eingestecktem Tablet erheblich verbessern. Auch der eMMC-Speicher weiß im Vergleich zu einer SSD nicht 100%ig zu gefallen, da er keine höheren Geschwindigkeiten aufweist als eine herkömmliche Festplatte, doch das können wir nicht unmittelbar Asus ankreiden. Betrachten wir den Einstiegspreis von rund 360 Euro, bekommt ihr mit dem Asus Transformer Book T100 ein solides und schnelles Windows Tablet, das nicht nur gut verarbeitet ist, sondern sich noch als Notebook-Ersatz eignet. Unsere Kombination kostet aktuell rund 460 Euro. Wer also gerne ein gutes Office-Tablet mit Windows möchte, der kann bedenkenlos zugreifen.

Bestellen könnt ihr Transformer Book T100 zum Beispiel bei ARLT-Computer

Positiv:

– gute Office-Leistung
– angenehme Tastatur
– lange Akkulaufzeit
– großer Speicherplatz
– schönes Display mit guten Farben

Negativ:

– höherer Energieverbrauch mit Dock
– keine Rückkamera
– ungenaues Touchpad

Unseren Preis-Leistungs-Tipp hat sich das Asus Transformer Book T100 (Bereich Windows Tablet) allemal verdient.

PreisLeistungsTIPP

Hier könnt ihr Preise vergleichen.

Test/Testbericht: Lenovo Thinkpad Tablet 2

Im Businessbereich ist Lenovo schon lange bekannt für hochwertige, zuverlässige und robuste Mobilgeräte. All das bringt Lenovo in der Thinkpad-Serie zusammen. Doch heutzutage findet man darin nicht nur Notebooks und Convertibles, sondern auch Tablets. Mit dem Thinkpad Tablet 2 liefert Lenovo einen Nachfolger für das erste Tablet. Doch im Gegensatz zum alten Gerät hat das neue Tablet 2 volles Windows  8, einen Intel Atom Chip, 2 GB Ram, 64 GB Speicher und einen Digitizer. Ob das Gerät die Erwartungen besser erfüllt als das alte Tablet und wie es sich im Vergleich zu Android-Geräten mit Digitizer schlägt, das erfahrt ihr in diesem Test.

Technische Daten:

  • Betriebssystem: Windows 8 Pro
  • Prozessor: Intel Atom Z2670 mit 1,8 GHz
  • Arbeitsspeicher: 2 GB
  • Display: 10.1 Zoll HD WXGA IPS-Display mit 1366 x 768 Pixel
  • Interner Speicher: 64 GB
  • Kamera: 8 MP Rückkamera und 2 MP Frontkamera
  • Akku: 6000 mAh
  • Gewicht: 538g

Gehäuse:

Lenovo Thinkpad 2 - 1
Lenovo Thinkpad 2 - 2

Das Lenovo Tablet 2 reiht sich nicht nur namentlich in die Thinkpad-Serie ein, sondern überzeugt auch mit der serientypischen Optik. Das Tablet ist weitestgehend schwarz und oben rechts in der Ecke prangt der ThinkPad-Schriftzug. Auf der Rückseite des Gerätes finden wir schwarzen Kunststoff. Dieser ist, wie auch bei den Notebooks, leicht gummiert und bietet eine extrem gute Griffigkeit. Doch so gut wie unsere Finger das Tablet halten, hält die Oberfläche unsere Fingerabdrücke fest.  Auf der Rückseite finden wir außerdem ein weiteres ThinkPad-Logo und den Lenovo-Schriftzug. Einen Zugang in das Tablet erhält man aufgrund fehlender Wartungsdeckel nicht. Damit bleibt im Falle eines Akkuwechsels oder ähnlichem nur der Gang zum Kundendienst. Auf der Voderseite bestimmt das Displayglas das Bild. Lediglich am linken Rand reicht die Gummierung bis auf die Vorderseite und bietet so besseren Halt. Die Spaltmaße sind am ganzen Gehäuse klein und gleichmäßig. Generell kann man sagen, dass das Gehäuse äußerst wertig verarbeitet ist. Doch einen Mangel fanden wir beim weiteren Test: Auf der Rückseite lässt sich das Gehäuse auf der linken Hälfte extrem leicht 1-2 mm eindrücken. An sich wäre das nicht weiter schlimm, doch schon bei mittlerer Belastung an diesen Stellen gibt es Druckstellen auf dem Display. Das darf so einfach nicht sein. Desweiteren lässt sich das Gehäuse in sich auch etwas verdrehen. An der Stabilität könnte Lenovo also gerne noch etwas feilen, das haben wir bei vielen anderen Herstellern schon deutlich besser gesehen.

Ausstattung:

Lenovo Thinkpad 2 - 6
Lenovo Thinkpad 2 - 7

Normalerweise sollte man bei Tablets nicht zu viele Erwartungen an die vorhanden Anschlüsse stellen. Doch dass das Angebot auch über einen Micro-USB Port hinausgehen kann, zeigt Lenovo im Fall des Thinkpad Tablet 2. An der Unterseite besitzt das Tablet einen Mini-HDMI-Anschluss, über den ihr einen Monitor oder ein TV-Gerät anschließen könnt. Ihr habt dann die Optionen, den Desktop entweder zu spiegeln oder zu erweitern. Gerade zum Schreiben längerer Texte ist das Anschließen eines Monitors zu empfehlen, da es sich damit leichter und schneller arbeiten lässt. Über den Micro-USB-Anschluss an der linken Seite wird das Tablet geladen. Eine OTG-Funktion besitzt dieser Port jedoch nicht. Diese ist aber auch nicht notwendig, da das ThinPad Tablet 2 einen vollwertigen USB-2.0-Anschluss besitzt. Damit hat das Herumärgern mit nicht funktionierenden oder zuhause vergessenen OTG-Kabeln endlich ein Ende. Einfach Tastatur, Maus, Drucker, USB-Stick oder Festplatte anstecken und loslegen. Man muss sich, im Gegensatz zu Android-Geräten, auch keine Gedanken über die Treiber machen. Denn diese können, falls nötig, einfach installiert werden. Bei dem Anschluss von Festplatten muss man jedoch darauf achten, dass diese einen eigenen Stromanschluss besitzen. Der Anschluss hat nicht genug Power, um kleine 2,5-Zoll-Platten zu betreiben. Dies ist jedoch bei den meisten Mobilgeräten der Fall, um den Akku zu schonen. Falls das Smartphone gern an den Strom möchte, könnt ihr dieses ohne Probleme über das ThinkPad Tablet 2 mitversorgen. An der Oberseite des Gerätes ist der Digitizer verstaut, welcher den charakteristischen roten Punkt am Ende hat. Desweiteren findet man unter der Abdeckung auf der Oberseite die Slots für eine Micro-SD-Karte und eine SIM-Karte. Bei der Wahl einer SD-Karte muss man sich jedoch auf Größen bis 32 GB beschränken. Zu guter Letzt besitzt das Lenovo Tablet 2 natürlich auch einen 3,5mm Klinkenausgang, welcher oben Links am Gerät zu finden ist.

Lenovo Thinkpad 2 - 9
Lenovo Thinkpad 2 - 7

Kommunikation:

In einem ausgeschriebenen Business-Gerät darf es natürlich an Kommunikationsmöglichkeiten nicht fehlen. Lenovo lässt sich hier nichts nachsagen und bietet die volle Palette an Möglichkeiten. Den Anfang macht das WLAN-Modul in den Standards 802.11 a/b/g/n. Was dabei auffällt, ist der a-Standard, welcher die Nutzung des 5 GHz Frequenzbandes ermöglicht, insofern der verwendete Router diese Funktion ebenfalls unterstützt. Der Empfang war selbst auf 10 Meter durch 2 Wänden hindurch sehr gut. Lediglich einen Balken Verlust mussten wir in Kauf nehmen. Auf die Ladezeiten im Browser hatte dies jedoch kaum Auswirkungen. WLAN-Abbrüche oder Verbindungsprobleme konnten wir über den gesamten Testzeitraum nicht feststellen. Wer unterwegs auf eine mobile Datenverbindung angewiesen ist, der kann sich des eingebauten WWAN-Modems (3G) erfreuen, wenn man eine SIM-Karte mit passendem Datentarif besitzt und beim Kauf des Tablets die 3-G Variante gewählt hat. Das Tablet bietet außerdem Bluetooth 4.0 und NFC (Near Field Communication) Unterstützung. Mit diesem Ausstattungspakt lässt das Lenovo Thinkpad Tablet 2 kaum Wünsche offen.

Software:

Windows Screenshot
Desktop Screenshot

Das Lenovo ThinkPad Tablet 2 kommt mit vollwertigem Windows 8 in der 32 bit Variante. Natürlich erhält man auch die Möglichkeit zum Upgrade auf Windows 8.1 in 32 bit. Das Tablet bootet zügig und ist schon nach 27,4 Sekunden einsatzbereit. Die Kacheloberfläche von Windows 8 kommt bei der Nutzung eines Tablets voll zur Anwendung und erleichtert die Bedienung deutlich. Der Windows Store ist im Angebot zwar nicht vergleichbar mit dem Google Play Store oder Apples App-Store, jedoch findet man auch hier die wichtigsten und grundlegendsten Anwendungen. Lenovo selbst hat nur wenige kleine Infoprogramme installiert und verzichtet ansonsten glücklicherweise auf jegliche Bloatware. Um den Digitizer für handschriftliche Notizen zu nutzen, kann man entweder auf das Windows integrierte Windows Journal setzten oder auf die kostenfreie One-Note-App aus dem Windows-Store. Dabei bietet Journal deutlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten und Schnellzugriffe. Wer eine gültige Microsoft Office Lizenz besitzt kann natürlich auch das vollwertige One Note benutzen, welches deutlich mehr Funktionen bietet. 

Kameras & Multimedia:

Lenovo Thinkpad 2 - 14
Lenovo Thinkpad 2 - 8

Angesichts dessen, dass es sich bei dem Gerät um eine Business-Lösung handelt und nicht um ein Unterhaltungsprodukt oder gar um einen Ersatz für eine Kamera,  wählt Lenovo 2 Kameras mit gängigen Auflösungen. Die Rückkamera schießt Bilder mit 8 Megapixel und die Frontkamera bietet eine Auflösung von 2 Megapixel. Die Auflösung der Rückkamera reicht locker aus, um ein Dokument abzufotografieren oder einen Schnappschuss zu machen. Für alles andere empfehlen wir jedoch den Einsatz einer dafür vorgesehenen Kamera. Denn gerade im ersten Testfoto erkennt man, dass die Kamera Belichtungsprobleme bei Gegenlichtsituationen hat. Die Frontkamera mit den 2 Megapixeln reicht für Video-Chats via Skype oder ähnlichem aus, solange die Lichtverhältnisse stimmen. Zum Fotografieren ist sie nicht geeignet, da die Bilder zu unscharf sind und einen deutlichen Gelbstich aufweisen.

Die 2 Vergleichs-Serien sind dabei immer folgendermaßen aufgebaut: oben links Tablet-Rückkamera, oben rechts Tablet-Frontkamera, mitte links Vergleichstablet-Rückkamere, mitte rechts Vergleichstablet-Frontkamera (Vergleichstablet ist das Samsung Note 10.1 2014 Edition). Unten links Vergleichs-DSLR ohne Blitz und unten rechts Vergleichs-DSLR mit Blitz (Vergleichskamera ist die Canon EOS 500D mit EF-S 15-55 mm).

Lenovo Tablet 2 Rückkamera innen
Lenovo Tablet 2 Frontakamera  innen
Rückkamera Innen Note 10_1
Frontkamera Innen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz innen
Canon EOS 500D mit Blitz innen

Lenovo Tablet 2 Rückkamera außen
Lenovo Tablet 2 Frontakamera außen
Rückkamera Außen Note 10_1
Frontkamera Außen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz außen
Canon EOS 500D mit Blitz außen

Zubehör:

Das Zubehör des Lenovo Thinkpad Tablet 2 fällt eher rudimentär aus. Wenn man die Vepackung entleert, findet man neben dem Tablet selbst, lediglich das Netzteil und einen Quickstart-Guide mit dem Hinweis, dass es das Handbuch als Download auf der Lenovo-Seite gibt. Weiteres Zubehör wie Ersatzminen für den Digitizer oder ein Headset sucht man vergebens. Dafür bietet Lenovo, wie gewohnt, eine Vielzahl an optionalem Zubehör. So könnt ihr euch eine Dockingstation kaufen, in der euer Tablet deutlich schneller geladen wird und welche euch weitere sinnvolle Anschlüsse bietet. Die Sation besitzt 3 weitere USB-Anschlüsse, einen HDMI-Port, einen LAN-Anschluss und 2 3,5mm Klinkenbuchsen. Für alle, die unterwegs viel schreiben möchten, empfiehlt sich die Bluetooth-Tastatur mit optischem Trackpoint. Lenovo lässt sich dieses Zubehör jedoch gut bezahlen, für den Dock sind  83€ fällig und für die Tastatur ganze 125€.

Touchscreen & Bedienung:

Lenovo Thinkpad 2 - 4
Lenovo Thinkpad 2 - 16

Dank des multitouch-fähigen Touchscreens gehen Eingaben mit den Fingern schnell von der Hand. Das Display erkannte in unserem Test zwar nur 5 Finger gleichzeitig, doch im Normalfall reicht diese Anzahl vollkommen aus. Die Genauigkeit und Präzision der Eingaben haben uns im Test überzeugen können. Alle Eingaben werden direkt und ohne Probleme verarbeitet. Falls man sich für die Variante mit Digitizer entscheidet, steht einem natürlich auch die Option der Stifteingabe zu Verfügung. Mit diesem lassen sich auch kleine Schaltflächen präzise auswählen, wodurch die Bedienung exakter und schneller wird. Desweiteren kann man sich so die Tastatur ersparen und stattdessen die Handschrift in Text umwandeln lassen. Der Stift eignet sich natürlich nicht nur zu Navigation durch die Tabletoberfläche, sondern mit ihm können auch handschriftliche Aufzeichnungen angefertigt werden. Genaueres dazu erfahrt ihr in unserem Special:

One Note mit Digitizer – die perfekte Kombination

Bereits bei dem Test des Galaxy Note 10.1 2014 Edition haben wir euch einen genaueren Einblick geboten, welche Vorteile ihr durch den S-Pen bekommt und wie ihr damit Notizen anfertigen könnt. Dies möchten wir euch hier auch für das Thinkpad Tablet 2 anbieten und die beiden Geräte hinsichtlich dieser Funktion vergleichen.

Notizen könnt ihr auf einem Windows-Tablet über das vorinstallierte Windows Journal oder aber über das kostenpflichtige Microsoft One Note 2013 erstellen. In One Note findet ihr jedoch deutlich mehr Funktion, die euch das produktive Arbeiten erleichtern und es synchronisiert sich automatisch via SkyDrive. Doch was genau bedeutet das für euch? Ihr seid unterwegs, egal ob in der Schule, der Uni oder der Arbeit und ihr erstellt eine Notiz auf dem Tablet in One Note. Sobald das Tablet Internetzugang hat, synchronisiert es sich mit eurem SkyDrive-Account. Wenn ihr nun Zuhause auf eurem PC One Note startet, habt ihr die Notiz aktualisiert auch dort zu Verfügung. Nun könnt ihr das Dokument bequem überarbeiten und für den nächsten Tag neue Informationen, Bilder, Diagramme und vieles mehr eintragen. Wenn ihr euch euer Tablet am nächsten Tag schnappt, ist darauf bereits die aktuellste überarbeitete Variante der Notiz auf dem Tablet, ohne dass ihr etwas dafür tun musstet. Das erlaubt einen deutlich einfacheren, effektiveren und auch sichereren Arbeitsablauf.

One Note an sich bietet gegenüber Android-Lösungen wie S-Note oder Lecture Notes eine Vielzahl an Vorteilen. Der erste und allerwichtigste Punkt ist die Qualität der Notizen. Die Eingabe bei Windows-Geräten ist dank besserer Treiber deutlich präziser als bei den Android-Modellen. Dadurch bekommt ihr ein besseres Schriftbild und detaillierte Skizzen sind kein Problem mehr. Desweiteren ist die Auflösung der Notizen um ein Vielfaches höher. Wenn man eine Aufzeichnung aus S-Note ausgedruckt hatte, wurde die Schrift bereits auf A4 unscharf und teilweise pixelig. Dasselbe Problem bestand natürlich beim Export als PDF. Nur auf dem Tablet selbst waren die Notizen gut dargestellt. Mit einem Windows-Tablet und einer geeigneten Anwendung wie One Note besteht dieses Problem nicht. Ihr könnt eure Aufzeichnungen ohne Probleme im A4-Format ausdrucken und es sieht aus wie mit einem Fineliner auf Papier geschrieben, teilweise sogar noch besser.

Ihr habt einen Text mit mehreren Absätzen geschrieben, doch nun fällt euch ein, dass ihr etwas vergessen habt? Das ist kein Problem. In One Note könnt ihr ganz einfach einen neuen Schreibbereich schaffen und weitere Informationen ergänzen. Desweiteren könnt ihr den bereits geschriebenen Text verschieben, vergrößern/verkleinern, dessen Farbe ändern und vieles mehr. Das alles sind Funktionen, die euch ein Android-Gerät nicht bieten kann. Falls ihr also weniger Wert auf Unterhaltung und Multimedia legt, ist so ein Arbeitstier vielleicht das richtige für euch.

Display:

Lenovo Thinkpad 2 - 19
Lenovo Thinkpad 2 - 20

Das Thinkpad Tablet 2 hat  ein IPS-Display mit 10,1 Zoll Bilddiagonale im 16:9 Format. Das Display bietet eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln (720p). Im Vergleich zu einem Nexus 10 oder Note 10.1 2014 scheint das reichlich wenig. Doch unter Windows-Geräten ist diese Auflösung gängig, da so die Bedienelemente im Desktopbetrieb nicht zu klein werden. Auf die 10,1 Zoll ergibt die Aufllösung eine Pixeldichte von 155 PPI. Im Vergleich zu 250 PPI oder gar mehr ist das zwar etwas wenig, doch wir hatten bei unserem Test nicht den Eindruck, dass etwas pixelig dargestellt wird. Im Gegenteil, das Bild machte immer einen „knackigen“ Eindruck. Das dürfte aber auch dem guten Kontrast des Displays geschuldet sein. Die Farbdarstellung des Display ist lebhaft und relativ ausgewogen. Nur der Blauanteil scheint bei weißem Hintergund etwas zu hoch zu sein. Die Helligkeit des Display ist ausreichend. Schade ist nur, dass die maximale Helligkeit merkbar abnimmt, sobald man das Tablet vom Netzteil trennt. Desweitern sollte man die automatische Helligkeitsanpassung deaktivieren, da diese etwas überempfindlich reagiert.

Technik:

Lenovo spendiert dem Thinkpad Tablet 2 einen Intel Atom Prozessor. Diesen Prozessoren hängt noch immer ein etwas schlechter Ruf an. Dieser ist aber den ersten Atoms aus der Netbook-Zeit geschuldet. Diese alten Atom-Prozessoren sind mit den neuen Generationen jedoch nicht zu vergleichen. Der verbaute Intel Atom Z2670, der Clovertrail-Serie, hat 2 CPU-Kerne, welche mit bis zu 1,8 GHz takten. Desweiteren unterstützt der Chip Hyper-Threading, wodurch der Prozessor maximal 4 Threads gleichzeitig bearbeiten kann. Der Chip kann theoretisch 64 Bit Befehle verstehen, unterstützt jedoch nur 32 Bit Betriebssysteme. Auf dem SoC ( System on a Chip) werkelt außerdem ein PowerVR SGX 545 Grafikchip, der mit bis zu 533 MHz taktet. Bei dem Arbeitsspeicher verbaut Lenovo die maximal möglichen 2 GB DDR2 RAM, welche im Dual-Channel-Betrieb laufen.

Leistung:

Mit diesen Spezifikationen eignet der Chip sich am besten für Officearbeiten und das Surfen im Internet. Anspruchsvolle Anwendungen wie Videoschnitt, Fotobearbeitung oder gar Gaming werden zur Geduldsprobe beziehungsweise bringen das Gerät zum Absturz. Doch der SoC wurde auch eher auf das Stromsparen optimiert und eignet sich dank seiner TDP von max. 3 W gut, um passiv gekühlt zu werden. Trotz der Passivkühlung konnten wir bei unserem Test kein Throtteling aufgrund zu hoher Temperaturen feststellen. Bei dem verwendeten Speicher handelt es sich leider nur um eMMC-Speicher. Dieser ist (wie im CrystalDiskMark zusehen) deutlich langsamer als echte SSDs. Leider kommen die echten SSDs auch bei anderen Herstellern erst in Geräten mit Haswell-Prozessor zum Einsatz. Was das Thinkpad Tablet 2 genau leisten kann, prüfen wir mit folgenden Benchmarks.

Lenovo Tablet 2 HD TUNE
Lenovo Tablet 2 CrytalDiskMark
Lenovo Tablet 2 Geekbench 3
Lenovo Tablet 2 Cinebench R10
Lenovo Tablet 2 PCMark 7
Lenovo Tablet 2 3DMark 06

Spiele & Videos:

Das Lenovo Thinkpad Tablet 2 ist natürlich für den Business-Bereich ausgelegt und hat den Hauptaugenmerkt auf Office-Anwendungen. Doch wir testen auch immer, wie sich die Tablets im Gaming- und Video-Test schlagen. Aktuelle Spiele sind natürlich mit dem Atom  Z2670 undenkbar. Selbst grafisch anspruchslose 3D-Titel werden zum Daumenkino. Kleine Indie-Games und Spiele aus dem Windows-Store packt das Tablet jedoch gut. Diese reichen für die kleine Unterhaltung zwischendurch aus. Die Videowiedergabe von Full-HD-Filmen über den integrierten Media-Player erfolgt ohne Probleme. Bei der Wiedergabe von Full-HD-Videos im Browser (zB.: Youtube) mussten wir öfters Ruckler feststellen.

Emissionen:

Temperatur:

Wenn man das Tablet nicht auslastet und nur ein PDF-Dokument liest, bleibt das Gerät angenehm kühl. Dies bestätigt uns auch die maximal gemessene Temperatur von 31,2 °C auf der Rückseite. 

Lenovo Tablet 2 Fronttemp Idle
Lenovo Tablet 2 Rücktemp Idle

Im Vollastbetrieb merkt man, dass das es sich nicht um ein Aluminiumgehäuse handelt. Die Temperaturen im Volllastbetrieb liegen stellenweise fast 10°C höher als im Idle-Betrieb. Wir konnten auf der Rückseite maximal 40,8 °C messen. Das ist, wenn man das Gerät in der Hand hält, deutlich spürbar, aber nicht so warm, dass man damit nicht mehr arbeiten könnte.

Lenovo Tablet 2 Fronttemp last
Lenovo Tablet 2 Rücktemp Last

Lautsprecher

Das Tablet besitzt 2 Lautsprecher auf der Rückseite des. Man darf sich also über Stereo-Klang freuen. Die Maximallautstärke ist ausreichend für solch ein Mobilgerät. Lediglich im Freien haben die Lautsprecher kaum eine Chance. Doch dieses Problem hat man auch bei jedem anderen Gerät. Die Klangwiedergabe ist sehr natürlich und lästiges Übersteuern bleibt einem erspart. Für richtigen Musikgenuss empfehlen wir jedoch totzdem den Anschluss von Kopfhörern oder eines kleinen Soundsystem. Auf dem Lenovo Thinkpad Tablet 2 könnt ihr dank vollem Windows 8 mit einem Mediaplayer eurer Wahl Musik hören.

Akkulaufzeit:

Die letzte Hürde in unserem Testparkour ist unser Akku-Test, bei dem wir 3 wichtige Werte ermitteln. Lenovo beschreibt die Laufzeit des Tablet mit „bis zu 10 Stunden“. Natürlich sind diese Werte nur unter bestimmten Bedingungen zu erreichen. In unserem Idle-Modus (keine Aktivität, Display auf minimaler Helligkeit, aber dauerhaft an) schafft das Lenovo Thinkpad Tablet 2 immerhin 14 Stunden und 48 Minuten. Im Vollastbetrieb hingegen ist der Akku schon nach 4h und 51 Minuten leer. Doch selbst manch aktuelle Tablets, wie das zuletzt getestete Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition, können hier nicht mehr Laufzeit vorweisen. Der Test mit der besten Aussagekraft über die Akkulaufzeit im Alltag bietet der WLAN-Test. Hierbei wird das Display auf 50% Helligkeit eingestellt und im Browser wird über ein Skript alle 40 Sekunden eine neue Webseite aufgerufen. Das Skript wurde uns freundlicherweise von Notebookcheck zur Verfügung gestellt. Mit diesen Testmethoden konnten wir eine Akkulaufzeit von 7 Stunden und 6 Minuten ermitteln. Somit müsste man mit dem Tablet einen ganzen Arbeitstag auskommen, vorausgesetzt man gönnt dem Tablet zum Mittag auch eine Pause.

Akkulaufzeit Lenovo Thinkpad 2

Persönliches Fazit:

Das Lenovo Thinkpad Tablet 2 grenzt sich klar von seinen Konkurrenten ab. Es hat nicht den Anspruch, als Unterhaltungsgerät mit einer Vielzahl an Spielen zu dienen. Stattdessen setzt Lenovo auf Produktivität. Dieses Ziel hat Lenovo nicht verfehlt und stellt mit diesem Tablet einen sehr leichten, mobilen und gutverarbeiteten Arbeitshelfer zur Verfügung. Dank vollwertigem Windows lässt sich mit dem gewohntem Office-System effizient arbeiten. Desweiteren ist das Lenovo Thinkpad Tablet 2 sehr gut für Studenten geeignet, um zum Beispiel in Vorlesungen via Digitizer handschriftlich mitzuschreiben. Man muss sich beim Kauf des Lenovo Thinkpad Tablet 2 jedoch im Klaren sein, dass der Intel Atom Prozessor nicht für anspruchsvolle Aufgaben ausgelegt wurde. Wer ein Tablet mit mehr Leistung sucht, sollte sich ein Tablet mit Intel Core i5, wie das Microsoft Surface Pro 2 zulegen. Für alle anderen ist das Thinkpad Tablet 2 eine echte Alternative. Unsere verwendete Konfiguration mit Digitizer und 3G-Modul ist aktuell für 641, 60€ zu bekommen.

Postitiv: 

  • niedriges Gewicht
  • kontrastreiches, blickwinkelstabiles Display
  • integrierter Wacom-Digitizer
  • USB-Standardanschluss
  • griffiges, gummiertes Gehäuse

Negativ:

  • volle Displayhelligkeit nur bei angestecktem Netzteil
  • kein Headset im Lieferumfang
  • sehr schwache 3D-Grafikleistung
  • Gehäuserückseite eindrückbar mit Auswirkung auf das Display

Den besten Preis zum Lenovo Thinkpad Tablet 2 findet ihr hier.

Oder ihr kauft bei Amazon und unterstüzt uns.

Euer Hardbloxx – Team

Test/Testbericht: Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition LTE

Viele Leute verwenden Tablets hauptsächlich als Konsumgeräte, um in Internet zu surfen, Videos zu schauen oder um ein paar Spiele zu spielen. Doch Tablets könnnen durchaus als produktives Arbeitsgerät verwendet werden. Auch Samsung hatte diesen Trend erkannt und 2012 das Galaxy Note 10.1 auf den Markt gebracht. Das Produkt hatte sich gut geschlagen und verkaufte sich gut. Doch nach fast 2 Jahren war es Zeit für ein neues Tablet dieser Art und so wurde Ende 2013 das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition veröffentlicht. Samsung packt in dieses Tablet die neuesten Hardwarekomponenten mit jeder Menge Rechenleistung, ein hochauflösendes Display und den bekannt Digitizer (S-Pen). Ob die Kombination ebenfalls so gut ist wie das Vorgängermodell und ob es die Leistung bringt, die es verspricht, könnt ihr nun in unserem Test lesen. Bei unserem Testmodell handelt es sich um die LTE-Version mit dem Snapdragon 800 Chip.

Technische Daten:

  • Betriebssystem: Android 4.3 mit Touch Whizz Oberfläche
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 800 Quadcore CPU mit 2,26 GHz
  • Arbeitsspeicher: 3072 MB
  • Display: 10.1 Zoll WQXGA Super-clear-LCD mit 2560 x 1600 Pixeln
  • Interner Speicher: 16 GB
  • Kamera: 8 MP Rückkamera und 2 MP Frontkamera
  • Akku: 8220 mAh
  • Gewicht: 547g

Gehäuse:

Note 10_1_2014 (2)
Note 10_1_2014 (4)

Bei Samsung braucht man aktuell nicht auf ein komplett anderes Design hoffen. Wieso auch etwas grundlegend verändern, was zuverlässig funktioniert. Somit erwartet euch auch beim Samsung Galaxy Note 10.1 2014 das typische Samsung Design. Doch im Gegensatz zu den älteren Modellen setzt Samsung beim neuen Tablet, wie auch beim neuen Galaxy Note 3 auf eine edlere Oberfläche. Die Rückseite des Tablets ist nicht mehr einfach nur eine glatte Plastik-Oberfläche. Es wird zwar immer noch Polycarbonat verwendet, doch mit einer Oberfläche die Leder imitiert. Das sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch sehr angenehm an. Am Rand der Rückseite befinden sich sogar imitierte Ziernähte, welche diesen „Buchrücken“-Eindruck unterstreichen. Das Gehäuse ist samsungtypisch in silberner Metalloptik umrundet. Auch zeigen sich nur kleine Veränderungen. Der Rand ist nunmehr nicht ganz glatt, sondern wird von kleinen Rillen durchzogen. Auf der Frontseite fällt einem zuerst der physikalische Home-Button ins Auge. Nutzer aktueller Samsung Mobilgeräte dürften diesen schon kennen, doch auf den Vorgängermodellen wie dem alten Note 10.1 gibt es diesen nicht. Einige Nutzer des neuen Galaxy Note 10.1 2014 Edition klagen über ein Knarzen des Gehäuses in der Nähe des Home-Buttons. Wir konnten bei unserem Testgerät keinerlei Probleme feststellen. Das Gehäuse  ist stabil und lässt sich nicht verformen. Beim Versuch, das Tablet zu verdrehen, knackte und knarzte das Tablet kein bisschen. Interessant ist auch, dass das neue Model 1 mm dünner und 50 Gramm leichter ist als das alte Galaxy Note 10.1.  Mit insgesamt 547 Gramm ist das Note 10.1 2014 angenehm leicht, sodass man es ohne Probleme für mehrere Stunden in den Händen halten kann. Wer sich für das neue Note entscheidet, der kann sich bei den Farben, wie gewohnt, zwischen Schwarz und Weiß entscheiden.

Ausstattung:

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Note 10_1_2014 (10)

 

Das Galaxy Note 10.1 2014 Editionen ist in Bezug auf die Ausstattung ein typisches Samsung-Tablet. Oben am Gerät findet man, wie immer, den ON-/OFF-Button und die Lautstärke-Wippe. Desweiteren befindet sich an der oberen Gerätekante der Infrarotsender für die Fernbedienungsfunktion. Auf der rechten Seite befinden sich die Einschübe für SIM-Karte und Micro-SD Karte, wobei diese Speicherkarten mit einer Größe bis zu 64 GB unterstützen. Der S-PEN lässt sich ebenfalls auf der rechten Seite im Gerät versenken. Die neue Position des S-Pens stellt eine kleine, aber feine Verbesserung zum Vorgängermodell dar, denn bei diesem war der S-Pen unten im Gerät verstaut. Wenn das Tablet nun leicht angekippt vor einem lag, konnte man den S-Pen nicht mehr ohne Probleme herausziehen. Dank der neuen Position des S-Pens gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Den 3,5 mm Klinken-Anschluss findet ihr auf der linken Seite des Gehäuses. Der Snapdragon 800 Chip unterstützt den aktuellen USB-3.0-Standard. Warum Samsung im Galaxy Note 10.1 2014 jedoch einen USB-2.0-Anschluss verbaut hat, können wir absolut nicht nachvollziehen. Denn der kleine Bruder des Tablets, das Galaxy Note 3, besitzt ebenfalls den Snapdragon 800 Chip und hat einen USB-3.0-Anschluss verbaut.

Kommunikation:

Im neuen Galaxy Note 10.1 2014 Edition findet ihr so ziemlich alles, was ihr euch wünschen könntet. Wie bei jedem Tablet habt ihr WLAN an Board, welches in den Standards 802.11 a/b/g/n/ac funkt. Das Tablet erlaubt es euch also, auch das 5 GHz Frequenz-Band zu nutzen, falls euer Router diese Funktion unterstützt. Sobald ihr außer Haus geht und euren WLAN-Empfangsbereich verlasst, steht euch mobiles Internet in Form von 3G oder 4G Datenverbindungen zur Verfügung.  Natürlich könnt ihr die LTE-Verbindung nur nutzen, wenn ihr einen dementsprechenden Tarif bei eurem Provider gewählt habt. Solltet ihr LTE nicht nutzen können, wählt das Funkmodul automatisch die 3G Frequenzen aus. Doch damit nicht genug. Das Samsung Galaxy Note 10.1 2014 bietet euch außerdem Bluetooth 4.0 sowie ein Infrarot-Modul, damit könnt ihr zu nahezu jedem Endgerät eine Verbindung aufbauen, egal ob es nun eine Soundanlage oder ein Fernseher ist. Mit der integrierten DLNA-Unterstützung könnt ihr Multimedia-Inhalte wie Bilder, Videos oder Musik über das Netzwerk streamen.

Die Mobilfunkverbindung kann aber nicht nur für eine Datenübertragung genutzt werden, denn Samsung spendiert dem Galaxy Note 10.1 2014 auch eine Telefonfunktion bei eingesetzter SIM-Karte. Telefoniert werden kann nur über die eingebauten Lautsprecher. Die Sprachqualität ist bei der Wiedergabe über die Lautsprecher in Ordnung, wir empfehlen jedoch die Verwendung eines Headsets. Außerdem bietet Samsung einen optionalen Bluetooth S-PEN mit Telefonfunktion an. Ob ihr euch nun einen Stift an das Ohr halten wollt oder lieber ein normales Headset nutzt, das ist euch überlassen.

Wie bei fast allen aktuellen Geräten, ist auch im Galaxy Note 10.1 2014 Edition ein GPS-Modul verbaut. Dieses arbeitet unter freiem Himmel sehr präzise und kann mit schneller Positionsbestimmung punkten.

 Software:

Screenshots Note 10_1_2014 (1)
Screenshots Note 10_1_2014 (10)

Obwohl es sich beim Note 10.1 2014 um ein topaktuelles Gerät handelt, ist Android 4.3 an Board und nicht das neueste Kitkat. Ein Update auf Android 4.4 hat Samsung zwar angekündigt, doch ist noch unbekannt, wann das Update verfügbar sein soll. Zum Android 4.3 System packt Samsung seine hauseigene TouchWiz-Oberfläche. Mit dieser gab es in vergangener Zeit öfters Probleme auf diversen Geräten. So scheint es auch auf dem neuen Note 10.1 2014 der Fall zu sein. Denn trotz der massiven Leistung des Snapdragon 800 läuft die Bedienung der Oberfläche nicht flüssig. Beim Wechsel zwischen den Homescreens kommt es immer wieder zu kleinen Rucklern und vorinstallierte Apps brauchen ab und zu etwas länger zum Starten als üblich. Vielleicht hätte Samsung einfach die überflüssige Bloatware in Form von „HRS Hotels“, „Scrapbook“ , „NY Times“  oder  „Businessweek+“ weglassen sollen. Diese Apps lassen sich auch nicht einfach deinstallieren. Wer sich von dieser Software trennen möchte, benötigt den vollen Root-Zugriff, welcher jedoch mit Verlust der Garantie einhergeht. Wie bei den Geräten mit S-Pen üblich, sind auf dem Tablet die Apps S-Note und SketchBook vorinstalliert.

Kameras & Multimedia:

Bei den Kameras lehnt sich Samsung nicht all zu weit aus dem Fenster und spendiert dem Tablets zwei Kameras mit gängigen Auflösungen. Der Sensor der Rückkamera bietet 8 MP Auflösung und der Sensor der Frontkamera 2MP Auflösung. Im Vergleich zu manch anderem Mobilgerät ist das relativ wenig. Doch es kommt oft weniger auf die Auflösung an, als viel mehr auf die Qualität der verbauten Optik. In diesem Bereich hat Samsung genügend Erfahrung im Smartphonebereich gesammelt und bringt dieses Know-How auch in diesem Tablet zum Einsatz.

Die beiden Vergleichs-Quartetts sind dabei immer folgendermaßen aufgebaut: oben links Smartphone-Rückkamera, oben rechts Smartphone-Frontkamera, unten links Vergleichs-DSLR ohne Blitz, unten rechts Vergleichs-DSLR mit Blitz (Vergleichskamera ist die Canon EOS 500D mit EF-S 15-55 mm).

Rückkamera Innen Note 10_1
Frontkamera Innen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz innen
Canon EOS 500D mit Blitz innen
Rückkamera Außen Note 10_1
Frontkamera Außen - Note 10_1
Canon EOS 500D ohne Blitz außen
Canon EOS 500D mit Blitz außen

In der ersten Serie von Vergleichsbildern sieht man, dass sowohl Front- als auch Rückkamera mit Gegenlichtaufnahmen etwas Probleme haben und die Belichtung nicht ganz korrekt ausfällt. Auf der zweiten Bilderserie sieht man jedoch deutlich, dass die Qualität der Fotos gut ist und locker für ein paar Schnappschüsse ausreicht.

Zubehör:

Note 10_1_2014 (14)
Note 10_1_2014 (13)

 

Die Verpackung des Galaxy Note 10.1 2014 Edition ist wie bei den meisten aktuellen Samsung-Geräten in einer Holzoptik gehalten. Ob dieses nun schön oder gar besser ist als die alten Verpackungen, liegt wohl im Auge des Betrachters. Doch wichtiger als das Aussehen der Verpackung ist der Inhalt. Zum Lieferumfang gehören neben dem Tablet selbst ein USB-Netzteil, ein Micro-USB-Kabel, eine Bedienungsanleitung und Ersatzminen für den S-Pen. Wer sich ein Headset erhoffte, um die Telefonfunktion besser nutzen zu können, der wird von Samsung enttäuscht. Bei einer UVP von 679,00€ hält es Samsung anscheinend nicht für nötig, ein Headset beizulegen.

Touchscreen & Bedienung:

Wie bei jedem Tablet erfolgt die Eingabe auf dem Gerät vorwiegend über den Touchscreen und die Softkey Tasten am Bildschirmrand. Die Multitouchfunktion funktionierte zuverlässig und Eingaben mit bis zu 10 Fingern wurden ohne Probleme verarbeitet. Eine Zeitverzögerung bei der Eingabe konnten wir in keinem unserer Testfälle feststellen. Wie schon zu Beginn des Tests erwähnt, setzt Samsung beim Note 10.1 2014 auf einen physikalischen Home-Button. Einen großen Unterschied in der Bedienung macht das unserer Meinung nach nicht. Einmal hatten wir beim Schreiben mit dem S-Pen jedoch das Problem, das wir auf die Home-Taste gekommen sind und somit aus der App geworfen wurden. Nach einer kurzen Eingewöhnung ist dieses Problem jedoch weitestgehend vermeidbar.

Natürlich bietet das Note 10.1 2014 Edition noch eine weitere besondere Funktion, welche für die meisten Leute der entscheidende Kaufgrund ist. Die Rede ist von dem S-Pen. Seit dem Galaxy Note und Note 10.1 führt Samsung diesen Digitizer in der Note-Serie mit und integriert ihn sinnvoll für die Bedienung des Tablets. Sobald man den S-Pen aus dem Gehäuse entfernt, wird dies vom Tablet registriert und es öffnet sich ein Auswahlmenü, in dem man einen Schnellzugriff auf die wichtigsten S-Pen-Funktionen hat. Diese Funktion gab es beim alten Note 10.1 nicht und ist eine deutliche Verbesserung in der Handhabung. Wie schon beim älteren Note-Model legt Samsung 2 verschiedene Arten von Mienen für den S-Pen bei. Entweder ihr nutzt die Hartplastikspitze, welche leichter über das Display gleitet, jedoch weniger Feedback gibt oder die Miene mit Softtip, welche etwas schwerer über das Display gleitet, dafür aber mehr  „Papier-Gefühl“ vermittelt.

 S-Pen Special:

Da viele von euch vielleicht gern mehr zum S-Pen und dessen Einsatzmöglichkeiten, Stärken und Schwächen und Tricks wissen möchten, haben wir uns dazu entschlossen, ein kleines Special zu diesem Thema anzubieten.

Der S-Pen bietet zum ersten die Möglichkeit, die Bedienung und Navigation deutlich zu erleichtern. Beim Browsen zum Beispiel könnt ihr Links und Schaltflächen deutlich präziser anwählen. Wenn ihr den Stift knapp über dem Display haltet, könnt ihr außerdem Menüs auf Internetseiten aufrufen, welche bei der Bedienung mit dem Finger oft Probleme machen. Wenn ihr auf einer Seite eine nützliche Information oder ein wichtige Grafik gefunden habt, könnt ihr diese Ausschneiden, indem ihr die Taste am Stift gedrückt haltet und den interessanten Bereich auswählt. Der Bereich wird als Screenshot in die Zwischenablage kopiert und kann nun ganz  einfach in S-Note eingefügt werden und mit Notizen versehen werden. Damit könnt ihr wichtige Informationen in kürzester Zeit schnell festhalten.

Screenshots Note 10_1_2014 (9)
Screenshots Note 10_1_2014 (5)

Manche von euch wollen mit dem S-Pen vielleicht digitale Mitschriften in Besprechungen, in der Schule oder in der Uni anfertigen. Auf dem alten Note 10.1 Model war S-Note dafür sehr gut geeignet. Die neue Variante von S-Note ist dafür leider nicht mehr so gut geeignet, da die Bedienung um einiges umständlicher geworden ist. Somit ist S-Note nur noch zum Anfertigen von kleinen Notizen brauchbar. Doch die App „Lecture Notes“ bietet euch dieselben Funktionen wie das alte S-Note und sogar ein klein wenig mehr. Ihr könnt mit Hilfe der App und dem S-Pen handschriftlich Aufzeichnungen anfertigen und diese in einer Bibliothek übersichtlich ordnen, eure Aufzeichnungen als PDF exportieren und drucken oder auch PDFs importieren und handschriftlich bearbeiten. Mit diesen tollen Funktionen ist das Tablet nicht länger nur ein Kosumgerät, sondern ein echtes Arbeitsgerät, mit dem ihr produktiv arbeiten könnt. Für alle, die mit dem Note viele handschriftliche Aufzeichnungen anfertigen wollen, empfiehlt sich jedoch der Kauf eines dickeren und größeren S-Pen. Denn durch die dünne Bauweise des integrierten Stifts kann nach ein paar Stunden schreiben die Hand schon einmal etwas schmerzen.

Screenshots Note 10_1_2014 (6)
Screenshots Note 10_1_2014 (7)

Die Genauigkeit beim Schreiben ist auf dem Note 10.1 2014 sehr gut und man bekommt ein schönes Schriftbild. Die Verzögerung bei der Eingabe wurde dank des stärkeren Prozessors deutlich verkürzt und fällt nun kaum noch auf.

Display:

Note 10_1_2014 (15)
Note 10_1_2014 (1)

 

Bei 10-Zoll-Tablets hat sich die Full-HD-Auflösung als guter Standard eingebürgert. So manches günstigere Tablet liegt auch darunter, die richtig guten aber auch gern darüber. Samsung spendiert dem Note 10.1 2014 Edition ein WQXGA Super-Clear-LCD-Display, welches mit 2560 x 1600 Pixeln auftrumpft. Das ist für ein 10-Zoll-Tablet eine beachtliche Auflösung, die euch bei dieser Größe eine Pixeldichte von knapp 300 ppi liefert. Damit liegt das neue Note 10.1 auf Augenhöhe mit dem Google Nexus 10. Bei der Wiedergabe von hochauflösenden Fotos und Full-HD-Filmen kann das Tablet sehr gut zeigen, was in ihm steckt. Auch sehr positiv ist die Darstellung von Schwarz auf dem Display. Denn es ist kein dunkels Grau oder Dunkelblau, sondern ein richtig tiefes, sattes Schwarz. Die verschiedenen Displaymodi, welche zur Verfügung stehen, sind samsungtypisch. Die beste Farbwiedergabe ohne größere Farbverfälschung konnten wir dabei dem „Video-Modus“ zuschreiben. Im Vergleich mit einem farbkalibrierten Monitor kam es hier zu den geringsten Abweichungen. Bei der Blickwinkelstabilität machte das Tablet ebenfalls eine gute Figur und selbst bei sehr flachen Winkeln, war das Display noch gut ablesbar.

Leistung:

Qualcomm präsentierte den Snapdragon 800 vor einiger Zeit und die Welt war gespannt, was dieser Chip leisten konnte. Samsung verbaut ihn im neuen S4 und eben im Note 10.1 2014 Edition. Jedoch findet dieser Chip nur in den LTE-Varianten Verwendung, denn in diesem SoC ist schon ein LTE-Modul integriert. Der Snapdragon 800 arbeitet mit einem CPU-Kerntakt von bis zu 2,26GHz und unterstützt bis zu 3GB Arbeitsspeicher, welche Samsung auch voll ausnutzt. Mit diesem Paket ist es auch kein Problem, mit mehreren Fenstern zu arbeiten oder mehrere Programme gleichzeitig auszuführen. Die Andreno 330 GPU-Einheit taktet mit 450 MHz und bietet genügend Leistung, um selbst 4k-Inhalte wiederzugeben und an den Fernseher zu streamen. Wir hatten schon erwähnt, dass es beim Wechsel zwischen den Homescreens zu kleinen Rucklern kam. Dies dürfte aber weniger der Hardware geschuldet sein, als viel mehr der TouchWiz-Oberfläche, denn dieses Problem bestand auch in vorherigen Generationen. Um die theoretische Leistung unter Beweis zu stellen, müssen die Tablets auf unsere Benchmarkstrecke. Dabei prüfen wir mit Apps wie 3D Mark, Androbench, Antutu, Geekbench und anderen, was die Geräte leisten können.

Androbench Note 10.1
Smartbench 2012 Note 10_1
Antutu 4.0 Note  10_1
Linepack Note 10_1
Geekbench 3 Note 10_1
3D Mark Note 10_1

Die Benchmark-Ergebnisse im 3D-Mark-Test in den Einstellungen „Ice Storm“ und „Ice Storm Extreme“ konnten nicht mit aufgenommen werden, da wir jeweils das Ergebnis „Maxed Out!“ bekamen, was so viel heißt, wie, der Test ist zu anspruchslos für die Hardware, um sie vernünftig bewerten zu können. Daher konnten wir das Galaxy Note 10.1 2014 Edition in diesem Benchmark nur mit dem alten Note 10.1 vergleichen.

Spiele & Videos:

Man kann es vielleicht schon aus den Benchmarks entnehmen, aber bei Spielen, welche grafisch aufwendig sind, dreht das Note 10.1 2014 richtig auf und zeigt, was in ihm steckt. Alle aktuellen 3D-Titel mit guter Grafik laufen ohne Probleme. Need for Speed Most Wanted und Iron Man 3 laufen butterweich ohne den kleinsten Ruckler. Andreno 330 GPU Einheit holt hier alles aus den Spielen heraus und sorgt dafür, dass man sich über die höchsten Detaileinstellungen freuen darf. Außerdem haben wir das Note 10.1 2014 Edition über einen MHL-Adapter mit mit dem Fernseher verbunden. Auch da werden die Spiele absolut flüssig und ohne Ruckler dargestellt. Es lässt sich mit dem neuen Note 10.1 also nicht nur arbeiten, sondern auch gut zocken. Damit ihr euch selbst ein Bild von der Gaming-Performance machen könnt, hier ein Video für euch:

Die Videowiedergabe auf dem Gerät selbst ist sehr gut. Das hochauflösende Display gibt feinste Details bei Full-HD-Inhalten perfekt wieder. So macht Filme Schauen auf mobilen Geräten wirklich Spaß. Der integrierte Mediaplayer unterstützt eine Vielzahl an Formaten und läuft stabil. Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, via MHL-Adapter oder DLNA-Verbindung Videos an euren Fernseher zu streamen.

Emissionen:

Temperatur

Im Temperaturtest stellte Samsung eindrucksvoll unter Beweis, dass auch ohne ein Aluminiumcase niedrige Temperaturen möglich sind. Im Idle konnten wir auf der Rückseite eine maximale Temperatur von 32,7°C unten am Gerät messen. Auf der Diplayseite lag die höchste Temperatur bei 33,1 °C. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen im Idle jedoch zwischen 28°C und 29°C.

Note 10_1 Fronttemp Idle
Note 10_1 Rücktemp Idle

Wesentlich interessanter ist jedoch der Punkt, dass das Gerät unter Vollast nur wenige Grad wärmer wird und auch dann noch angenehm in der Hand liegt. Wir konnten im Lastzustand eine maximale Temperatur von 36,2°C auf der Displayseite und 35,3°C auf der Rückseite messen. Beachtliche Ergebnisse für ein Tablet mit solch potenter Hardware und Polycarbonat-Gehäuse.

Note 10_1 Fronttemp Last
Note 10_1 Rücktemp Last

Lautsprecher 

Die Lautsprecher lagen beim alten Galaxy Note 10.1  auf der Vorderseite des Gehäuses und beschallten einen direkt. Beim neuen Model entschied sich Samsung dafür, die Lautsprecher an den Geräteseiten unterzubringen. Dadurch, dass sie etwas nach oben versetzt wurden, besteht auch nicht das Problem, dass man die Lautsprecher beim Festhalten des Tablets verdeckt. Die neue Position der Lautsprecher gefällt uns gut, da die Töne einen nicht direkt treffen und der Sound dadurch ein wenig räumlicher klingt. Die Lautstärke ist dabei vollkommen ausreichend. Wir empfehlen, den Lautstärkeregler nicht über die 80%-Marke zu schieben, da die Töne sonst blechern klingen und die Lautsprecher in den Höhen übersteuern. Bei der Wiedergabe über Kopfhörer bot sich uns ein ausgeglichenes Klangbild, welches über verschiedene Equalizeroptionen nach Belieben anpassbar ist.

Akkulaufzeit:

Bei so einer kräftigen Hardware muss auch genügend Strom vorhanden sein. Samsung hat dafür einen ordentlichen 8.220-mAh-Akku verbaut, welcher theoretisch genügend Power haben sollte, um das Tablet lange Zeit mit Strom zu versorgen. Im simulierten Volllastbetrieb von CPU- und GPU-Einheit hielt das Note 10.1 2014 Edition 4 Stunden und 58 Minuten durch. Für die meisten von euch ist die Akkulaufzeit bei durchschnittlicher Nutzung wahrscheinlich interessanter. Beim WLAN-Test ist das Display auf 50% Helligkeit eingestellt und im Browser wird über ein Skript alle 40 Sekunden eine neue Seite aufgerufen. Das Skript wurde uns freundlicherweise von Notebookcheck zur Verfügung gestellt. Unter diesen Bedingungen ging das Tablet erst nach 10 Stunden und 4 Minuten aus. Im Idle Modus (keine Aktivität, Display bei minimale Helligkeit, dauerhaft an) hält der Akku ganze 19 Stunden und 20 Minuten

Akkulaufzeit Note 10.1 2014

Persönliches Fazit:

Samsung liefert mit dem Galaxy Note 10.1 2014 Edition einen Nachfolger, der sich sehen lassen kann. Das Tablet punktet durch starke Performance, gute Verarbeitung und ein perfektes Display. Das Arbeiten, Surfen und auch Spielen macht auf dem neuen Note 10.1 richtig Spaß. Auf einer längeren Zugfahrt oder auch auf dem Sofa kann man Filme dank des WQXGA-Display in einer super Qualität genießen. Die Benutzeroberfläche läuft nocht nicht ganz rund, doch hier besteht die Hoffnung, dass Samsung mit ein paar Updates nachbessert. Außerdem hätten wir uns bei dem Lieferumfang angesichts des knackigen Preises ein Headset und eventuell ein OTG-Kabel gewünscht. Wer nur produktiv sein möchte und ein echtes Arbeitstier sucht, der dürfte in der Windows-Tablet-Abteilung besser aufgehoben sein. Sucht ihr jedoch einen guten Allrounder, der neben der Arbeitsmöglichkeit auch Unterhaltung bietet, dann liegt ihr mit dem Galaxy Note 10.1 2014 Edition genau richtig. Man kann das Tablet mit gutem Gewissen als solides und starkes Gerät mit kleinen Schwächen betiteln, welches sich einen Leistungstipp allemal verdient hat.  Aktuell könnt ihr das Tablet für angemessene 580€ bekommen.

LeistungsTIPP

Positiv:

  • gute Verarbeitung
  • sehr hohe Displayauflösung
  • gute Akkulaufzeit
  • S-PEN
  • LTE-Verbindung
  • sehr starke Leistung

Negativ:

  • dürftiges Zubehör
  • kleine Ruckler zwischen den Homescreens
  • zu viel überflüssige Bloatware

Den besten Preis zum Samsung Galaxy Note 10.1 2014 Edition LTE findet ihr hier.

Oder ihr kauft bei Amazon und unterstützt uns.

Euer Hardbloxx – Team

Test/Testbericht: Huawei Mediapad 7 Vogue

Passend zum Test des Huawei Ascend P6, haben wir zusätzlich das Huawei Mediapad 7 Vogue erhalten. Ob das Tablet des fernöstlichen Riesen ebenso gut ist wie das getestete Smartphone, werdet ihr in diesem Testbericht erfahren. Der Hi-Silicon Prozessor mit Cortex A9 Kernen, Android 4.1 mit Emotion UI, 1GB RAM klingen fürs erste nicht schlecht. Außerdem besitzt das Vogue eine Telefonfunktion, doch schauen wir uns das Tablet einmal genauer an.

Technische Daten:

  • Betriebssystem: Android 4.1. + Emotion UII
  • Prozessor: 1,2 GHz Hi-Silicon k3v2 Hi 3620
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Display: 7 Zoll IPS Display mit 1024*600 Pixeln
  • Interner Speicher: 8 GB
  • Kamera: 3 MP Rückkamera und 0,3 MP Frontkamera
  • Akku: Li-Polymer mit 4100 mAh
  • Gewicht: 330g

Gehäuse

Huawei Mediapad 7 1
Huawei Mediapad 7 7

 

Huawei bleibt auch beim MediaPad 7 Vogue seiner Linie treu und setzt beim Gehäuse weitestgehend auf Aluminium. Lediglich die Kanten und die Randbereiche an den schmalen Seiten sind aus Plastik gefertigt. Dabei mussten wir aber mehrmals genau hinschauen, um zu erkennen, dass es sich dabei um Plastik handelt, denn der Kunststoff fühlt sich hochwertig an und kommt dem Gefühl der Aluminiumfläche sehr nahe. Die Aluminiumrückseite dürfte der Grund dafür sein, warum das Tablet mit 330g nicht gerade das Leichtgewicht unter den 7 Zoll Tablets ist. Doch ist es immer noch so wenig, dass man das Tablet Stunden in der Hand halten kann, ohne dass diese ermüdet. Das Gewicht gleicht das Mediapad 7 mit seiner Stabilität aus. Denn dank des Aluminiums lässt sich das Tablet nicht verdrehen oder verbiegen. Trotz größerer Kraftaufwendungen am Gerät knarzte an dem Tablet nichts. Die Front des Tablets besteht, bis auf die Lautsprecheraussparung, komplett aus Glas. Im Gegensatz zu manch anderem günstigem Tablet aus Fernost gibt es am Mediapad 7 keine auffälligen Spaltmaße. Die Verabeitung des MediaPad 7 Vogue kann man durch und durch als gut bezeichnen. Beim Design des Tablets setzt Huawei auf schlichte Farbkombinationen in Schwarz/Dunkelgrau oder Silber/Weiß. Beide Varianten sind dezent und elegant. Kamera und Lautsprecher fügen sich sowohl auf der Vorderseite, als auch auf der Rückseite gut in das Gesamtbild ein. Im Gegensatz zum getesteten Smartphone können wir Huaweis Tablet nicht wirklich als schlank bezeichnen. Denn mit 9,5mm Dicke schlägt es ganz gut zu Buche. Doch Huawei spendierte dem Tablet abgerundete Kanten, welche in Kombination mit dem moderaten Gewicht durchaus eine gute Haptik erzeugen. Da stören auch ein paar Milimeter mehr in der Dicke nicht. Das Mediapad 7 Vogue kann vom Design zwar nicht mit Konkurrenten wie dem Google Nexus 7 mithalten, muss sich jedoch auch nicht verstecken.

Ausstattung 

Huawei Mediapad 7 3
Huawei Mediapad 7 5

 

Bei der Ausstattung hält sich das Mediapad 7 Vogue etwas bedeckt. Es zeigt sich das typische Bild eines Tablet. Denn zusätzliche Anschlüsse oder Funktionen werden nicht geboten. Über den Micro-USB-Anschluss wird das Tablet geladen und für den Datenaustausch mit dem PC verbunden. Eine extra USB-OTG-Buchse, an der man USB-Geräte anstecken kann, bietet das Mediapad 7 leider nicht. Jedoch ist der verbaute Micro-USB-Anschluss OTG-fähig. Direkt neben dem Micro-USB-Anschluss und somit ebenfalls an der Unterseite des Tablets, befindet sich die 3,5 mm Kopfhörerbuchse. An der rechten Seite findet ihr die Steckplätze für die Micro-SD-Karte und für die SIM-Karte. Bei den SD-Karten könnt ihr auf Größen von bis zu 32 Gigabyte zurückgreifen. Den Einsatz einer SD-Karte würden wir beim Mediapad 7 Vogue empfehlen, denn von den integrierten 8 GB Speicher stehen euch ab Werk nur 5,7 GB zur Verfügung. Einen Micro-HDMI-Port bietet das Huawei Tablet leider nicht. Auch Wireless Display Technologien unterstütz das Mediapad 7 Vogue nicht.

Kommunikation:

Wie jedes andere Mobilgerät verfügt auch das Vogue über alle aktuellen Kommunikationsstandards wie WLAN 802.11 b/g/n , 3G, Bluetooth 3.0 und GPS. Andere Technolgie-Leckerbissen wie NFC (Near Field Communication) oder WLAN mit 802.11 a  Standard hat Huawei leider nicht in das Tablet gepackt. Bei der Kommunikation per WLAN und 3G-Netz konnten wir keinerlei Probleme festellen. Das Vogue bietet eine gute Empfangsleistung und hält die WLAN-Verbindung auch durch mehrere Wände bei einer Entfernung von 10 Metern aufrecht.

Wenn man in das Tablet eine SIM-Karte eingelegt hat, kann man sich nicht nur über mobiles Internet freuen, sondern man hat auch die Möglichkeit, mit dem Tablet zu telefonieren. Dank des integrierten Mikrofons und des Lautsprechers oben am Tablet, könnt ihr mit dem Mediapad 7 Vogue telefonieren wie mit einem Smartphone. Ob ihr euch und eurer Umwelt das antun möchtet, solltet ihr selbst entscheiden. Doch dass diese Lösung alles andere als elegant aussieht, dürfte selbstverständlich sein. Es besteht jedoch die Möglichkeit, die Freisprechfunktion oder ein Headset mit Mikrofonzu nutzen. Die letztere Variante stellt sicherlich die beste Option dar, denn das integrierte Mikrofon bietet nicht die beste Sprachqualität und der verbaute Lautsprecher ist auch nur bedingt zum Telefonieren geeignet.

Das GPS-Modul bietet nicht die Genauigkeit eines Outdoor-Gerätes, welches für Fußgänger entwickelt wurde, doch eine schnelle Navigation in der Stadt zu Fuß oder mit dem Auto stellt kein Problem dar. Zu Beginn muss man zwar ein paar Sekunden länger warten, bis die eigene Position erstmals bestimmt ist, doch danach verlief unser Navigationstest problemlos

Software:

Huawei Mediapad 7 9
Huawei Mediapad 7 10

 

Huawei spendiert dem Mediapad 7 Vogue die Android-Version 4.1.2. Unserer Meinung nach hätte Huawei für solch ein aktuelles Tablet auch eine aktuellere Android-Version verwenden sollen, denn die Version 4.1.2 hat mittlerweile auch schon mehr als 1 Jahr auf dem Buckel. Ein Update auf eine aktuellere Version ist zum momentanen Zeitpunkt nicht absehbar. Huawei gitbt auch dem Mediapad 7 Vogue die hauseigene Oberfläche EmotionUI mit auf den Weg. Diese liegt in der Version 1.5 auf dem Gerät vor. Durch die modifizierte Benutzeroberfläche wirkt der Homescreen deutlich voller. Das liegt daran, dass hier alle installieren Apps liegen, ein Extra-Menü wie in normalen Android Versionen gibt es nicht. Das stellt aber kein Problem dar, iOS arbeitet schließlich nach dem selben Prinzip. Wer viele Apps installiert und trotzdem eine gute Übersicht möchte, der legt sich einfach ein paar Ordner an und schon wirkt alles wieder so aufgeräumt wie sonst. Wie auch bei seinen anderen Geräten hält sich Huawei mit eigenen Apps zurück. Darüber sind wir, wie auch schon beim Huawei Ascend P6 dankbar, denn es nervt, wenn man ein neues Gerät erhält und dieses von Beginn an komplett mit Werbe-Apps zugemüllt ist.

Kameras & Multimedia:

 

An so ziemlich jedem Mobilgerät findet man heutzutage eine Kamera. Selbst aktuelle MP3-/MP4-Player haben eine verbaut. Doch nur weil in jedem Gerät eine Kamera verbaut ist, heißt das nicht automatisch, dass diese für Schnappschüsse geeignet ist. Huaweis Mediapad 7 Vogue hat eine 3,2 Megapixel Rückkamera und eine 0,3 Megapixel-Frontkamera an Board. Es ist normal, dass Hersteller bei Tablets meist schlechtere Kameras verbauen als in Smartphones, doch diese Angaben hatten uns schon etwas überrascht. Nach den ersten Testbildern bestätigte sich schnell unsere Vermutung. Nicht nur auf dem Papier macht die Kamera keine gute Form, auch die Ergebnisse lassen zu Wünschen übrig. Die Hauptkamera kämpft selbst bei reichlich Tageslicht mit Unschärfe und verfälschten Farben. Die Hauptkamera ist damit nur bedingt für Schnappschüsse geeignet. Jedoch dürfte das Hauptaugenmerk bei der Wahl eines Tablet auch nicht auf der Kamera liegen. Die Frontkamera mit einer Auflösung von 0,3 Megapixel ist in keinster Weise geeignet, um Fotos zu schießen. Doch für Anwendungen wie Skype oder ähnliches reicht die Kamera noch aus.

Huawei Mediapad 7 Rückkamera innen
Huawei Mediapad 7 Frontkamera innen
Canon EOS 500D ohne Blitz innen
Canon EOS 500D mit Blitz innen
Huawei Mediapad 7 Rückkamera außen
Huawei Mediapad 7 Frontkamera außen
Canon EOS 500D ohne Blitz außen
Canon EOS 500D mit Blitz außen

 

Die etwas dürftigen Kameras gleicht Huawei mit einem anständigen Meidaplayer aus. Dieser unterstützt so ziemlich jedes Dateiformat von DivX bis hin zu Full HD MKV-Datein. Wir waren überrascht, denn selbst bei den Full-HD-Dateien lief die Wiedergabe ohne Ruckler ab. Dank der DLNA-Unterstüztung kann man auch Filme direkt auf das Tablet streamen.

Zubehör:

Huawei Mediapad 7 2
Huawei Mediapad 7 11

 

Wer beim Zubehör irgendwelche Leckerbissen erwartet, wird wohl enttäuscht werden. In der schönen Verpackung finden wird lediglich den standardmäßigen Inhalt wie USB-Kabel, Netzteil und Bedienungsanleitung samt Quickstart Guide. Mehr ist an Zubehör nicht zu finden. Huawei hätte an dieser Stelle ein Headset mit integriertem Mikrofon beilegen können, um die Telefonoption noch attraktiver zu machen, leider wurde diese Möglichkeit verpasst. Ein beiliegendes OTG-Kabel wäre eventuell auch eine schöne Beigabe gewesen.

Eingabe & Bedienung:

Huawei bewirbt das Display des Mediapad 7 Vogue nicht als Multitouch-Display. Im Test registrierte das Tablet dennoch Eingaben mit allen zehn Fingern ohne Probleme. Auch die Position wurde bei der Verwendung mehrerer Finger exakt erkannt. Hier können wir absolut nichts beanstanden. Die Navigation durch Menüs und Seiten erfolgt ohne erkennbare Verzögerung und die Tasten des Tablet haben einen sauberen Druckpunkt. Bei der Eingabe auf der Bildschirmtastatur müsst ihr auf eine Eingabe wie bei Swype verzichten, denn diese Funktion ist erst ab Android 4.2. enthalten. Auch die Tastengrößen sind nicht konfigurierbar. Noch ein Grund, warum Huawei ein Update auf Android 4.2. anbieten sollte.

Dispay:

Huawei Mediapad 7 1
Display Huawei Mediapad 7

Wie der Name schon sagt, bietet das Mediapad 7 Vogue ein 7 Zoll IPS-Display. Doch selbst für diese Größe ist die angebotene Auflösung von 1.024 x 600 Pixel zu wenig. Durch die Auflösung auf der Displaygröße ergibt sich eine Pixeldichte von 169 ppi. Andere Hersteller bieten hier Pixeldichten von 200 ppi und mehr. Durch die etwas geringe Auflösung kommt es bei der Darstellung von Texten zur treppenartigen Darstellung, was das Lesen von längeren Texten etwas unangenehm macht. Leider mussten wir auch schnell feststellen, dass die Farbwiedergabe des Displays nicht sehr natürlich ist. Schon auf den ersten Blick fiel der leichte Blaustich auf. Beim Vergleich mit einem farbkalibrierten Monitor bestätigte sich dieser Eindruck noch einmal. Bei der Darstellung von farbigen Inhalten fällt der Farbstich nicht ganz so stark auf wie bei weißen Hintergünden. Das Display bietet eine gute Helligkeit, doch bei der Verwendung im Freien macht einem schnell das spiegelnde Display einen Strich durch die Rechnung. Dieses Problem tritt jedoch bei nahezu allen Tablets auf. Totz des Verbauten IPS-Display mussten wir schon ab einem Blickwinkel von 130° feststellen, dass der Kontrast nachließ.

Leistung:

Huawei setzt für die Befeuerung des Mediapad 7 Vogue auf den hauseigenen Hi-Silicon K3V2 Chip. Das heißt, im Mediapad 7 Vogue ist dasselbe SoC (System on a Chip) verbaut, wie im schon getesteten Huawei Ascend P6. Jedoch takten die vier Cortex-A9-Kerne nur mit 1,2 GHz und nicht mit 1,5 GHz wie beim Ascend P6. In den Benchmarks konnte sich das Mediapad 7 nicht wirklich von der Konkurrenz absetzen. Die beiden anderen Tablets arbeiteten auch mit Cortex-A9-Kernen. Auch wenn wir zu anderen Geräten mit Nvidias oder Intel Chip noch keine genauen Benchmark-Ergebnisse haben, kann man sagen, dass sich der Hi-Silicon K3V2 noch hinter dem 1 Jahr alten Nvidia Tegra 3 und auch Intels Atom Z2560 einreihen muss. Den verbauten Massenspeicher testeten wir mit AndroBench und hier zeigten sich deutliche Performance-Probleme. Beim Random Write, Sequential Write und Sequential Read Test schnitt das Mediapad 7 Vogue schlechter ab als deutlich ältere Artgenossen. In der Praxis machen sich schlechte Lese- und Schreibwerte durch lange Ladezeiten und Startverzögerungen von Apps bemerkbar.

Androbench Huawei Mediapad 7
Smartbench Huawei Mediapad 7
AnTuTu Huawei Mediapad 7
Linepack Huawei Mediapad 7
Geekbench Huawei Mediapad 7
3D Mark Huawei Mediapad 7

 

Spiele & Videos:

In Sachen Spiele und Videos machte uns das Huawei Mediapad 7 etwas Probleme. Zu unserem Testprogramm gehören Iron Man 3 und Need for Speed. Most Wanted. Doch Iron Man 3 bekamen wir nicht zum laufen. Das Spiel ließ sich gar nicht erst starten und Need for Speed lief nur mit deutlichen Rucklern. Natürlich ist das Mediapad 7 Vogue damit nicht komplett ungeeignet zum Spielen. Sämtliche beliebte Casual-Spiele wie Angry-Birds, Linerunner und andere laufen ohne Probleme. Auch das vorinstallierte 3D Spiel Riptide GP läuft problemlos. Die schwache Spieleperformance ist der Vivante GC 4000 GPU-Einheit geschuldet, welche maximal OpenGL 2.0 unterstüzt. Bei der Video-Wiedergabe hatten wir selbst bei Full-HD-Videos keine Probleme und dank des guten Mediaplayers, welcher viele Formate unterstützt, macht das Filme Schauen auf dem Mediapad 7 Vogue richtig Spaß.

Emissionen:

Temperatur

Im Idle-Modus (Browsen bei 50% Helligkeit) liegen die Temperaturen des Huawei Mediapad 7 Vogue angenehm niedrig. Die höchste Temperatur, welche wir auf der Rückseite gemessen hatten, lag bei 31.3°C.

Fronttemp Idle Huawei Mediapad 7
Rücktemp Idle Huawei Mediapad 7

 

Im Last-Betrieb konnten wir selbst nach einer Stunde Stresstest nur eine leichte Erwärmung auf maximal 34°C feststellen. Auch hier macht sich also das Aluminium-Gehäuse positiv bemerkbar. Bei solch guten Temperaturen könnt ihr verschwitzte Hände vergessen.

Fronttemp Last Huawei Mediapad 7
Rücktemp Last Huawei Mediapad 7

 Lautsprecher

Schon beim Test der Telefonfunktion mussten wir feststellen, dass der Mono-Lautsprecher leichte Probleme bei der Sprachwiedergabe hatte. Schiebt man den Regler für die Lautstärke über 50%, kommt es schnell zu verzerrten Stimmen und starkem Übersteuern bei der Wiedergabe von Musik. Egal ob ihr mit dem Mediapad 7 telefonieren, Musik hören oder Filme schauen wollt, die Benutzung eines Headsets würden wir in jedem Fall empfehlen.

Akkulaufzeit:

Beim Akkulaufzeit-Test konnte das Mediapad 7 gut punkten. Mit einem 4100 mAh Akku wurde das Tablet von Huawei ordentlich ausgestattet. Im Test machte sich dies durch eine Akkulaufzeit von sehr guten 14 Stunden und 27 Minuten im Idle-Modus ( 50% Helligkeit, Display dauerhaft an) bemerkbar. Unter simuliertem Volllastbetrieb von CPU- und GPU-Einheit gingen bei dem Tablet nach 3 Stunden und 11 Minuten die Lichter aus.

Akkulaufzeit Huawei MediaPad 7

Persönliches Fazit:

Wüsste man nicht, wann das MediaPad 7 Vogue auf den Markt gekommen ist, würde man vielleicht auf Ende 2012/Anfang 2013 tippen. Doch das Release des Tablets war im Juni 2013. Für solch ein relativ junges Tablet fehlt es dem Mediapad 7 ganz einfach an Performance. Das Display und die Rechenleistung sind nicht mehr konkurrenzfähig. Ein Samsung Galaxy Tab 3 7.0 oder auch das aktuelle Nexus 7 laufen dem Huawei bei ähnlichem Preis den Rang ab. Jedoch nur, wenn man keinen Wert auf mobile Datenverbindung oder Telefonie legt. Für alle, die eben dies suchen, ist das Huawei Mediapad 7 dank HDSPA und voller Telefonfunktion definitiv eine Option, wenn man die Abstriche auf Seiten der Performance hinnimmt. Falls man sich für das Gerät entscheidet, darf man sich über eine gute Verarbeitungsqualität, gute Akkulaufzeit und ein Aluminium-Gehäuse freuen, welches angenehme Temperaturen gewährleistet.

Positiv:

  • gute Verarbeitung
  • schönes Design
  • Aluminium-Gehäuse
  • gute Akkulaufzeit

 

Negativ:

  • Display mit geringer Auflösung
  • etwas schwache Hardware
  • Kameras mit sehr niedrigen Auflösungen
  • fehlendes Headset für Telefonfunktion

 

Euer Harbloxx – Team

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Test/Testbericht: Captiva Pad 10.1 QFHD 3G

Der Tabletmarkt wächst rasant, die Netbooks wurden fast ganz vom Markt verdrängt und selbst den Notebooks machen die performanten Tablets das Leben schwer. Längst gibt es neben den großen Anbietern wie Samsung, Apple, Google, Asus und Co., auch Anbieter, die Tablets mit Kampfpreisen verkaufen. Doch viele von euch schrecken wahrscheinlich noch davor zurück, diese zu kaufen, denn man befürchtet schlechte Leistung, schlechte Verarbeitung und nicht ausgereifte Software. Ob das wirklich der Fall ist oder ob man vielleicht ein echtes Schnäppchen machen kann, werden wir für euch herausfinden. Denn wir haben Captivas 10 Zoll Full HD Tablet bei uns, welches wir heute für euch testen werden.

Captiva 1
Captiva 3

 

Lieferumfang:

Gleich zu Beginn unseres Tests wurden wir überrascht. Denn wir hatten das Tablet noch nicht einmal ausgepackt, da waren wir schon erstaunt über die wirklich schöne Verpackung das Tablets. Der Karton sieht richtig gut aus. Er ist in einem klaren weiß/blauem Design gehalten. Auf der Packung sind alle Informationen zu finden, die einen interessieren könnten. Desweiteren hat die Verpackung einen eleganten Magnetverschluss, welcher die Verpackung deutlich wertiger wirken lässt, als irgend ein fummeliger Pappverschluss. Wir waren wirklich überrascht über solch eine Verpackung in diesem Preissegment.

Wenn man den Karton öffnet und alles entnimmt, gibt es erneut Grund zur Freude. Bei so einem Lieferumfang kann sich so mancher bekannter Hersteller eine dicke Scheibe abschneiden. Das Captiva Pad 10.1 kommt mit einem Ladegerät, einem USB-Kabel, einem USB-Ladekabel, einem USB-OTG Adapter, einem HDMI-Kabel, einem Headset und einem guten Handbuch daher.

Verabreitung/Design:

Dass günstig nicht unbedingt billig ist, zeigt Captiva auch bei der Verarbeitung. Das Tablet ist auf der Rückseite hauptsächlich aus Aluminium gearbeitet. Lediglich die Seiten bestehen aus strukturiertem Plastik, für bessere Griffigkeit. Auf der oberen Seite des Tablets sind alle Knöpfe und Anschlüsse zu finden. Darunter befinden sich 2 Mini-USB-Anschlüsse, ein 3,5mm Audioausgang, die Ladebuchse und der Mini-HDMI-Port.

Der eine USB-Anschluss dient zur Datenübertragung mit dem PC sowie zum Laden über USB. Der zweite USB-Anschluss ist ein spezieller USB-OTG-Port. Mit dem beigelegten Adapter könnt ihr eine Maus, eine Tastatur oder auch einen USB-Stick an das Tablet stecken. Damit ergeben sich viele neue Nutzungsmöglichkeiten. Die wenigsten Hersteller bieten dieses tolle Feature an. Bei fast allen muss man auf Adapter von Drittanbietern zurückgreifen, welche oft nur eingeschränkt funktionieren. Der Mini-HDMI-Port ist in dieser Preisklasse auch sehr selten anzutreffen. Selbst bei teuren Samsung-Tablets gibt es oft nur einen Adapter vom Standardanschluss auf HDMI. Diesen darf man dann aber extra zahlen. Doch bei dem Captiva 10.1 QFHD 3G ist wirklich an alles gedacht. Mit dieser Ausstattung stellt es den Großteil der Konkurrenz in den Schatten.

Bei den Tasten findet man die ESC-Taste und die Sperr-Taste. Die Tasten haben leider einen undeutlichen Druckpunkt und könnten etwas angenehmer gearbeitet sein. Eine weitere Taste für die Lautstärkeregelung sucht man vergebens, denn diese ist als Soft-Key-Variante ausgelegt.

Auf der Rückseite sind die 2 Lautsprecher und die Kamera zu finden. Die Position der Lautsprecher ist unserer Meinung nach ungünstig gewählt, da man die Lautsprecher fast immer mit den Fingern verdeckt, wenn man das Tablet in beiden Händen hält. Die kleinen Lautsprecher haben es so schon schwer, klare Töne von sich zu geben, da sollte man ihnen nicht noch den „Mund zuhalten“.

Insgesamt kann man sagen, dass das Captiva Pad 10.1 QFHD 3G durch ein klassisches Design besticht, sauber verarbeitet ist und gut angeordnete Anschlüsse hat.

Captiva 10
Captiva 11

 

Bedienung/Leistung:

Das Captiva 10.1 QFHD 3G hat Android 4.2 an Bord. Die Oberfläche scheint vertraut, es ist keine hauseigene Oberfläche aufgespielt, hier darf man Android pur genießen. Die Bedienung das Tablets läuft dank des Rockchip RK3188 AMR Cortex – A9 (4 x 1,6 GHz) überwiegend flüssig. Wer oft mehrere Anwendungen gleichzeitig geöffnet hat, wird sich über die 2 GB DDR3 Arbeitsspeicher freuen. Dank des 10.1“ Displays macht die eingebaute Multi-Window-Funktion auch wirklich Sinn. So könnt ihr zum Beispiel eine PDF geöffnet haben und daneben parallel weitere Infos über den Browser einholen. Damit ist das Tablet nicht nur zum Spielen oder Surfen geeignet, sondern auch zum produktiven Arbeiten. Über den OTG-Adapter kann zum Beispiel eine Tastatur, eine Maus oder ähnliches angeschlossen werden. So könnt ihr auch lange Texte tippen, ohne dass euch die Hände verkrampfen. Der OTG-Adapter bietet euch die Möglichkeit, USB-Sticks oder externe Festplatten anzuschließen. Wichtig dabei ist jedoch, dass die externe Festplatte einen eigenen Stromanschluss besitzt, denn die Spannung an dem Port reicht nicht aus, um die Festplatten zu versorgen. Sicherlich gibt es noch weitere Möglichkeiten, den OTG-Adapter zu nutzen. Da hilft dann meistens nur ausprobieren, ob die Geräte unterstützt werden.

Benchmarks:

Um die Leistung eines Tablets zu beurteilen, muss natürlich auch ein Benchmarktest her. Wir testen dabei mit den gängigsten Benchmark-Tools wie Androbench, AnTuTu 4.0, Linpark for Android, Geekbench 3 und natürlich 3D Mark. Da wir bei Hardbloxx gerade mit den Tablets starten, haben wir nur einen anderen Vergleichswert. Wir verzichten an dieser Stelle aber auf einen wagemutigen und nicht sicheren Vergleich mit externen Werten.

 

geekbench

 

Aus den Benchmarks ist erkennbar, dass die Single-Core-Performance etwas zu wünschen übrig lässt. Dies dürfte dem niedrigen Standardtakt von 1,6 GHz geschuldet sein. Wenn alle 4 Kerne genutzt werden, geht die Leistung steil nach oben und liegt in dieser Klasse auf einem gutem Niveau.

Linpark

In den Multithread-Anwendungen schafft das Captiva Pad deutlich mehr MFLOPS als das Galactica, denn im Galactica ist nur ein Dual-Core mit 1,6 GHz verbaut.

 

Smartbench

Im Vergleich zum getesteten Cat Galactica bringt das Captiva Pad hinsichtlich des Productivity Index 1000 Punkte mehr mit sich. Beim Gaming Index liegt das Pad 10.1 QFHD 3G noch hinter dem Cat Tablet. Die beiden Tablets haben zwar die gleiche Mali-400 MP Grafikeinheit verbaut, jedoch hat das Captiva Pad ein Full-HD-Display. Durch die höhere Auflösung wird der Grafikeinheit also auch mehr abverlangt.

 

3D mark

Bei allen Benchmarks darf der allseits beliebte 3D Mark Benchtest nicht fehlen. Hier zeigt das Captiva ebenfalls eine Leistung, die in seiner Klasse angemessen ist. Die GPU-Einheit gibt ordentlich Stoff und befeuert das Full-HD-Display auch bei grafisch detaillierten Anwendungen mit flüssigen Bildern.

AnTuTU 3

 

 

Androbench

 

Der letzte Test widmet sich dem Speicher des Tablets. Hier waren wir doch sehr überrascht. Die sequenzielle Schreibgeschwindigkeit lag mit 32,42 MB/s auf einem hohen Niveau. Da muss sich das Captiva Pad 10.1 auch nicht vor bekannten Größen wie dem Samsung Galaxy Tab 2 verstecken.

Um eine kleine Orientierung zu bekannten Mobilgeräten zu geben, kann man sagen, dass sich das Pad 10.1 QFHD 3G in der Summer der Tests über einem Samsung Galaxy S3 befindet, aber dennoch deutlich unter dem Niveau eines Google Nexus 10.

Spiele:

Cold Space ist ein Arcade Shooter. Stellt es euch wie Space Invaders im Jahr 2013 vor. Die Grafik sieht verdammt gut aus und verlangt den Mobilgeräten einiges ab. Das Captiva Pad 10.1 QFHD 3G stellt das Spiel flüssig dar. Nach einer Spieldauer von 20min wurde das Tablet auch nur mäßig warm.

Need for Speed ist eines der grafisch anspruchsvollsten Spiele, die man auf einem Tablet zocken kann. Als wir ins Cockpit stiegen und die erste Fahrt machten, kam richtig Freude auf. Alles läuft flüssig und die gute Grafik in Full HD zu genießen, macht ordentlich Laune. Wenn man die Kopfhörer ansteckt, kommt der Sound besser rüber und der Spielspaß steigt noch einmal an. Um euch selbst einen Eindruck vom Gameplay zu verschaffen, haben wir hier ein kleines Video für euch.

Akkuleistung:

Der verbaute Akku hat eine Leistung von 7600 mAh. Dieser liegt damit im guten Mittelfeld. Leider scheinem dem Captiva Pad noch ein paar Funktionen zu fehlen, welche es ihm ermöglichen, etwas Strom zu sparen. Denn selbst bei nur durchschnittlicher Nutzung ist der Akku gegen Ende eines Tages platt. Im Dauertest hielt das Pad 10.1 QFHD 3G , bei Darstellung eines weißen Bildschirms mit 100% Displayhelligkeit 5,45h. Im Sleepmodus hält es 31h seine Dienste für euch bereit. Die Standby-Zeit hat uns etwas verwundert. Denn diese ist mit 31h sehr niedrig. Wir vermuten, dass der Prozessor im Standby nicht heruntertaktet, wenn Programme im Hintergrund weiterlaufen. Wenn wirklich alle Anwendungen geschlossen waren, hielt der Akku im Standby knappe 97h. Wenn der Akku einmal leer ist, braucht ihr ca 3,5h, bis der Akku voll geladen ist. Diese Zeit gilt aber nur für das Laden über das Netzteil, via USB müsst ihr deutlich mehr Zeit einplanen.

Kamera:

Die Kamera auf der Rückseite arbeitet mit einem 5 Megapixel Sensor, welcher bei unserem Test mehr schlecht als recht zu Bildern führte. Wenn ihr nicht gerade bei bestem Sonnenschein fotografiert, sind die Ergebnisse oft weniger berauschend. Wobei „rauschen“ es doch ganz gut trifft. Sobald etwas weniger Licht vorhanden ist, zum Beispiel ein Zimmer abends mit normaler Deckenbeleuchtung, tritt starkes Bildrauschen auf. Die Kamera ist also nur bedingt für Schnappschüsse geeignet. Da fotografieren mit einem Tablet aber sowieso weniger ästhetisch ist, empfehlen wir euch dies generell nicht. Die Frontkamera, welche für Skype und ähnliche Anwendungen gedacht ist, muss mit 2 Megapixel auskommen, dementsprechend schlecht ist auch die Qualität.

Im folgenden seht ihr die Testbilder. Die linke Spalte zeigt die Bilder vom Captiva und die rechte Spalte die Referenzbilder mit der Canon EOS 500D

Captiva Pad 10.1 QFHD 3G Bild 1
EOS 500D Bild 1

 

Schon beim Aufnehmen des Bildes zeigte sich das Problem, dass man den Punkt der Belichtungsmessung am Tablet nicht bestimmen kann. Dadurch kommt es, dass der Himmel zu hell dargestellt wird und der Rest des Bildes zu dunkel. An den feinen Gitterstrukturen über dem Werbebanner sieht man den deutlichen Detailunterschied.

Captiva Pad 10.1 QHFD 3G Bild 2
Eos 500D Bild2

Auch in diesem Bild ist, gerade an den Blattadern, deutlich der Unterschied im Detailgrad zu erkennen. Desweiteren scheint der Weißabgleich tendenziell etwas kälter zu sein.

Lautsprecher:

Die Lautsprecher des Captiva Pads haben eine Leistung von 1W. Wie bei fast allen Mobilgeräten darf man auch hier keine Wunder erwarten. Zum Anschauen von Videos sind sie gut geeignet, da Gespräche sehr klar wiedergegeben werden. Bei der Wiedergabe von Musik muss man bei den Tiefen Abstriche machen. Hier übersteuern die winzigen Lautsprecher sehr schnell. Bei den Höhen geben sie sich Mühe, doch wirkliche Differenzen sind bei diesen Tönen auch nicht mehr zu hören. Der eigentliche Kritikpunkt ist die Lage der Speaker. Sie sitzen unten auf der Rückseite des Tablets. Wenn ihr nun das Tablet mit beiden Händen im Querformat haltet, verdeckt ihr immer die Lautsprecher. Sicherlich ist klar, dass es nicht gerade förderlich für den Klang ist, wenn man die so schon schwachen Lautsprecher zuhält.

Display:

 

Captiva 4
Captiva 6

Das 10.1 Zoll Display des Captivas kommt mit einer Auflösung von 1920 x 1080p. Das heißt, ihr dürft euch über ein Full-HD-Display freuen. Natürlich sieht man dies sofort beim Betrachten von Bildern und Videos – alles sieht gestochen scharf aus. Unsere Messung bestätigte diesen Eindruck. Wir konnten bei dem Display eine Pixeldichte von 296 DPI messen. Desweiteren sei gesagt, dass es sich um ein IPS-Display handelt. Damit sind auch sehr hohe Blickwinkel möglich. Im Test konnten wir erst ab 120º nichts mehr sehen.

Der Touchscreen registrierte bis zu 10 Finger im Test und reagierte gut auf unsere Eingaben. Dabei wurde die ganze Displayfläche gleichmäßig abgedeckt, das heißt, auch am Rand kam es zu keinen Fehleingaben.

Die Farbdarstellung des Displays ist in Ordnung. Bei den Blautönen kommt es zu leichten Abweichungen und den Rottönen fehlt es ein wenig an Sättigung. Der Grünkanal hingegen wird sehr genau wiedergegeben. Wichtig ist aber zu wissen, das eine farbtreue Wiedergabe nur bei 40%-50% Displayhelligkeit erreichbar ist. Dies ist aber bei allen Tablets der Fall, da sonst die Farben durch die Hintergrundbeleuchtung überstrahlen.

Die Displayhelligkeit des Captiva Pads ist sehr gut. Das IPS-Panel bringt so viel Helligkeit mit sich, dass auch im Sonnenlicht noch alles auf dem Display erkennbar ist. Wenn es um euch dunkel wird, könnt ihr die Helligkeit manuell herunterstellen oder dank eingebautem Lichtsensor auf die automatische Anpassung setzen.

Bei voller Displayhelligkeit zieht das große 10.1 Zoll Display sehr schnell den Akku leer. Da ihr das Tablet aber wohl nicht als Flutlichtersatz benutzt, dürfte dieser Punkt eine eher untergeordnete Rolle spielen.

Persönliches Fazit:

Das Captiva Pad 10.1 QFHD 3G kommt wesentlich günstiger daher, als die meisten Tablets und ist dabei ganz und gar nicht billig. Das Design ist schlicht und funktionell. Captiva weiß den potentiellen Kunden außerdem mit reichlich Lieferumfang zu überzeugen. Das Full-HD-Display hält, was es verspricht und lässt eure Augen größer werden. Der Akku hält nicht ewig durch, doch in der Zeit, wo das Pad 10.1 Strom hat, macht es richtig Spaß. Alles in allem hatten wir mit dem Captiva Pad 10.1 QFHD 3G ein Tablet in der Hand, welches durch ein gutes Display besticht, ordentlich Leistung bietet und dennoch wenig kostet. Deswegen hat es sich auch unseren Preis-Leistungs-Tipp verdient.

 

Preis Leistungs Tipp Award

Positiv:

  • Full-HD-Display mit guter Helligkeit
  • Viele Anschlussmöglichkeiten und Alu-Rückseite
  • Absolut flüssige Bedienung dank 1,6 GHz Quad Prozessor
  • Komplett Spieletauglich
  • Super Lieferumfang mit reichlich Kabeln

Negativ:

  • Positionierung der Lautsprecher
  • Etwas schwache Akkuleistung

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Euer Hardblox-Team

Test/Testbericht: Cat Galactica X

Der Smartphone- und Tablet-Markt sind nicht erst seit gestern hart umkämpft, da wohl schon jeder erkannt hat, dass es hier gut was an Schotter zu verdienen gibt. So tun sich – nebst den bekannten Größen wie Samsung, Apple, Nokia, LG und wie sie alle heißen – auch immer mehr kleinere und bislang weniger bekannte Firmen auf. Um in der freien Wirtschaft jedoch konkurrenzfähig zu bleiben, müssen sie entweder mit Leistung auftrumpfen, ein preislich unschlagbares Angebot darbieten oder eben auch beides liefern.

Wir warfen in diesem Zuge einen genaueren Blick auf das Spitzenprodukt Galactica X aus dem Hause Cat. Cat ist euch kein Begriff? Das mittelständische Unternehmen steht für Produkte der Unterhaltungselektronik, die sich an den Bedürfnissen des Kunden orientieren und dabei den Geldbeutel schonen. Ihr Ziel dabei ist es, eine unverwechselbare Marke und einen einzigartigen Lifestyle zu kreieren. Cat stellt nicht nur Perfektion und Eleganz in den Vordergrund, sondern auch Individualität. Wir wollen keine Produkte, welche gerade so gut genug sind und nach dem Kauf keine Euphorie, keinen Spaß, keine Freude auslösen. Cat möchte dem Kunden das bieten, was sie selbst auch kaufen würden – sie möchten positiv überraschen.

Ob und wie sie es schafften, mit dem Galactica X und seinem ARM Cortex-A9 DualCore Prozessor (1,61 GHz), der ARM-Mali400 MP Quadcore-Grafikeinheit, 1 GB Ram der neuesten Generation, einem stattlichen 9,7“ (24,6cm) HD IPS-Display mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln und Android 4.1 mit hauseigener Cat:Droid-Erweiterung zu überzeugen, erfahrt ihr in unserem Test.

Gehäuse

Das Gehäuse des Cat Galactica X ist vollständig aus Aluminium gefertigt. Dadurch ist das Galactica X einerseits sehr gut geschützt und besitzt eine hohe Stabilität, andererseits schlägt dieser Schutz nicht zu sehr auf das Gewicht des Tablets. Ein weiterer Pluspunkt mag wohl auch die Kühlung sein, schließlich leitet Metall Wärme noch immer wesentlich besser als Plastik. Darüber hinaus gibt natürlich Metall auch nicht so leicht nach wie Kunststoff und so lässt sich bei dem Tablet auch nichts eindrücken. Es behält seine Form und macht einen sehr robusten Eindruck. Das Aluminium tritt allerdings nicht im bekannten metallenen, silbrigen Glanz auf, sondern wird in einem aufwändigen Verfahren schwarz gefärbt und mit einer samtigen Oberfläche versehen. So bekommt das Tablet eine viel edlere Note, wirkt sehr wertig und fühlt sich auch noch sehr gut an. Die samtartige Oberflächenstruktur sorgt zudem noch für mehr Grip als bei glattem Metall. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass diese samtartige Fläche doch sehr empfindlich auf Fingerabdrücke ist und sich bereits nach einmaliger Anwendung unschöne Schlieren zeigen.

Sämtliche Innereien sind so also bei Abmessungen von 190 x 240 x 10 mm (L x B x H) gut, sicher, edel und optisch ansprechend verpackt. Dabei kommt das Galactica X trotz der Größe und der Verwendung von Aluminium gerade einmal auf ein Gewicht von 640g.

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Ausstattung

So wie sich die Optik schlicht, einfach und edel hält, so gibt sich auch die Ausstattung im Hinblick auf die Anschlüsse. Das Gerät ist mit den gängigen Standardanschlüssen ausgestattet, welche alle an der rechten Seite des Geräts angesiedelt sind. Bei dem Cat Galactica X handelt es sich bei den Anschlüssen um einen mini-HDMI, zwei micro-USB (USB 2.0), einen 3,5mm Klinke für Kopfhörer und einen SD-Kartenslot für MicroSD (SDHC) für eine Speicherkarte bis zu 32GB sowie den Anschluss für die Stromversorgung beziehungsweise das Laden des Akkus. Letzteres funktioniert natürlich auch über einen der beiden USB-Schnittstellen und das mitgelieferte USB-Kabel. Ebenfalls auf der rechten Seite gesellt sich zu den sonstigen Anschlüssen, hervorgehoben in Blau, der Power-Button. An der Oberseite befinden sich rechts ausgerichtet die kleine Zurück-Taste und die etwas größere Kombinationstaste beziehungsweise Wipptaste für die Lautstärkeregelung oder die Menüführung. Die linke Seite sowie die Unterseite sind gänzlich frei von Anschlüssen und Tasten, sodass sich ein schön aufgeräumtes und geordnetes Bild ergibt.

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Kommunikation

Natürlich verfügt das Cat Galactica X über die gängigsten Kommunikationsmodule, wie beispielsweise Bluetooth 3.0, WLAN 802.11 a/b/g/n oder aber einer mobilen WLAN-Router Einheit (3G). Über den Testzeitraum hinweg konnten wir keine Abbrüche der Verbindung feststellen und alles funktionierte zu unserer Zufriedenheit. GPS sucht man allerdings bei diesem Tablet vergebens, denn über solch eine Einheit verfügt es schlichtweg nicht. Ist natürlich etwas schade, jedoch hat man unterwegs auch zumeist noch ein Smartphone mit in der Tasche, welches sehr wahrscheinlich ein solches Modul besitzt und darüber hinaus auch noch eine SIM-Karte für Telefonie aufnehmen kann. Dies ist zwar ein kleiner Wehrmutstropfen, soll aber dem restlichen Spaß mit dem Gerät keinerlei Abbruch tun.

Software

Mit dem erstmaligen Anschalten des Geräts erwarteten wir eigentlich standardgemäß eine etwas längere Wartezeit für die Erstinitialisierung, doch fanden wir uns binnen kürzester Zeit nach dem Cat-Startlogo bereits auf der üblichen Kacheloberfläche von Android. Unter den bereits vorinstallierten Programmen beziehungsweise Apps befinden sich auf dem Cat Galactica X die üblichen Verdächtigen zur Verwaltung von Kontakten, Terminen, Bildern, Musik, Mails und weiterer Daten sowie das hauseigene Cat:Droid Update, der Play Store, Youtube und Cat E-Book.

Kameras & Multimedia

Das Cat Galactica X verfügt, wie die meisten gängigen Tablets und Smartphones, ebenfalls über zwei Kameramodule. Diese erweisen sich gegenüber einer Vielzahl an Konkurrenzmodellen aber eher als schwach. So arbeitet auf der Rückseite ein Sensor mit nur 2 MP und auf der Frontseite muss das Tablet mit eher standartgemäßen 1,3 MP auskommen. Die Frontkamera dient unter anderem aber auch dazu, das Device per Gesichtserkennung, sprich Face Unlock, zu entsperren. Über eine Software wird eine Gesichtserkennung realisiert, welche den Besitzer jedoch nicht eindeutig dem Gerät zuweist. Es wird schon während des Einrichtens des Face Unlocks darauf hingewiesen, dass die Sperrmethoden „PIN“ und „Muster“ sicherer seien – schade! Schließlich funktioniert das Feature selbst bei mauer Beleuchtung sehr gut, aber vermutlich so auch noch weniger im Punkto Sicherheit.

Im Vergleich von Indoor- und Outdoor-Aufnahmen zeigt sich allerdings, dass beide Bildsensoren relativ gut mit den erschwerten Bedingungen eines verregneten und bewölkten Tages mit recht mauen Lichtverhältnissen zurechtkommen. Sowohl im Innen- wie auch im Außenbereich sind die Schnappschüsse mit der Kamera auf der Tablet-Rückseite zwar akzeptabel, jedoch alles andere als überzeugend. Es herrscht so einiges an Bildrauschen, Unschärfe und Mangel an Stabilität vor. Darüber hinaus weisen die Bilder einen leichten Grünstich auf. Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei der Frontkamera, nur noch in einem etwas schlechteren Ausmaß. Jedoch zeigt sich diese Kamera vergleichsweise farbecht.

Die beiden Vergleichs-Quartetts sind dabei immer folgendermaßen aufgebaut: oben links Tablet-Rückkamera, oben rechts Tablet-Frontkamera, unten links Vergleichs-SLR ohne Blitze, unten rechts Vergleichs-SLR mit Blitz (Vergleichskamera ist die Nikon D3000 mit Standardobjektiv).

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Zubehör & Garantie

Das Zubehör fällt beim Cat Galactica X sehr dürftig bis rudimentär aus. In der sonst recht stylischen und aufwendigen Verpackung befinden sich leidglich eine Bedienungsanleitung, ein Ladegerät, ein USB-Kabel und USB-Adapter (USB auf mini-USB). Auf jedwede weitere Zugaben wurde verzichtet. Sie sind ein Fall für zusätzliche Anschaffungskosten.

In der beigelegten Garantiekarte werden einem Garantiezeiten von 24 Monaten bei Material- und Verarbeitungsfehlern und auf das Zubehör sowie den Akku von satten 12 Monaten (das ist bis zu doppelt so lang wie bei anderen Tablets von großen Herstellen) beginnend ab dem Kaufdatum zugesichert.

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Eingabegeräte & Bedienung

Als Eingabegerät können beim Cat Galactica X alle zehn Finger auf einmal dienlich sein, denn das Display unterstützt volle 10-Finger-Eingabe. Über die Dauer unseres Tests hinweg konnten wir dabei keine Ausfälle, verloren gegangene Befehle oder langsame Aufnahme der Eingaben feststellen. Die Eingaben werden unverzüglich umgesetzt und der Touchscreen reagierte sehr präzise auf die Eingaben. Neben dem üppigen Touchscreen wird das Gerät über drei physikalische Tasten bedient. Zwei davon befinden sich, wie bereits erwähnt, an der oberen Seite des Geräts und die Dritte mischt sich auf der rechten Seite in auffälligem Blau unter die Anschlüsse.

Display

Mit satten 9,7 Zoll hat das Cat Galactica X ein ordentlich großes HD IPS-Display, welches über eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln verfügt (vergleichbar mit dem iPad 2). Dies entspricht einer Pixeldichte von 160dpi. Das Device kann dabei natürlich auch wahlweise im Hoch- oder Querformat verwendet werden. Dank der sehr hohen Display-Helligkeit auf der einen Seite und einer sehr guten Blickwinkelstabilität auf der anderen Seite eignet sich das dieser mobile Weggefährte auch ideal für den Gebrauch im Außenbereich selbst an hellen, sonnigen Tagen.

Über weiterführende Einstellungen nebst der Helligkeit verfügt man in diesem Fall jedoch nicht. Lediglich die Schriftgröße sind über vier Voreinstellungen von klein bis sehr groß variierbar. Darüber hinaus lassen sich nur noch die Zeit wann das Gerät bei Nicht-Gebrauch in den Ruhezustand gehen soll, sowie das Hintergrund-Bild in den Display-Einstellungen ändern.

Leistung

Im Punkto Leistung testeten wir das Cat Galactica X mit den gängigen Benchmark-Tools Androbench, Smartbench, AnTuTu 4.0, Linpark for Android, GeekBench und natürlich auch 3D Mark. Da aus eigenem Hause weitere Vergleichswerte fehlen, verzichten wir auf einen wagemutigen Vergleich auf Grund anderer Daten. Es sei jedoch so viel gesagt, dass sich das Tablet aus diesem Test in dem einen oder anderen Benchmark durchaus zu einem HTC One X gesellen und ein Samsung Galaxy S2 weit hinter sich lassen kann. Mehr dazu erfahrt ihr in den Tabellen und den Benchmarks zugehörigen Vergleichsportalen beziehungsweise bald folgenden Tests von uns in der mobilen Sparte.

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Spiele & Videos

In Sachen Spiele und Videos besticht das Cat Galactica X ebenfalls durch schnelle Ladezeiten, präzise Bedienung sowie flüssige Darstellung der Inhalte, selbst bei großer Effektzahl und hohem Detailgrad. Getestet wurde mit Iron Man 3 und Need for Speed: Most Wanted.

Das gleiche Ergebnis erzielt das Tablet auch in Sachen Videowiedergabe. Hier gibt es ebenfalls kein Ruckeln, kein Zucken und keinerlei Ausfälle und das HD Display überzeugt mit tollen Farben und einer hervorragenden Ausleuchtung selbst im niederen Helligkeitsbereich.

Emissionen

Temperatur

In Sachen Temperatur besticht das Cat Galactica X durch äußerst niedrige Werte im Idle Modus. Einziger Wehrmutstropfen und Haken im Design mag wohl sein, dass eine der wärmsten Zonen mit 26,5°C (Idle) genau dort ist, wo im Gebrauch die rechte Hand am Tablet ist. Da das Gerät aber in diesem Modus ohnehin nicht in nennenswert hohe Temperaturbereiche kommt, stellt dies wohl ohnehin soweit kein Problem dar.

Cat Galactica X Temps_Front_Idle
Cat Galactica X Temps_Back_Idle

Doch auch unter Last punktet das Cat Galactica X durch sein Aluminium Gehäuse und trumpft mächtig auf. Die Temperaturen steigen insgesamt nur um 0,5°C bis maximal 0,9°C. Hier zeigt sich deutlich der Vorteil im Material des Gehäuses im Falle des Cat Galactica X gegenüber der Konkurrenz aus Plastik, welche vergleichsweise in manchen Messwert-Zonen sogar die doppelte Temperatur auf das Messgerät bekommen.

Cat Galactica X Temps_Front_Last
Cat Galactica X Temps_Back_Last

Lautsprecher

Die beiden 1W Lautsprecher befinden sich auf der Rückseite neben der Kamera. Sie sind schlitzartig aufgebaut, mit einem blauen Stoffgitter versehen und nicht sonderlich groß. Darunter leidet natürlich auch etwas die Qualität des Klangs. Zum einen wird der Sound nach hinten abgegeben und möglicherweise auch je nach Haltung von der Unterlage gedämpft, andererseits versagen die Lautsprecher recht schnell jenseits der 80% der vollen Lautstärke und ihr Klang wirkt nur noch dröhnend und dumpf. Hier muten sich die kleinen Boxen wohl zu viel zu, denn statt mit klarem Sound zu überzeugen, bekommen die Hände einen Hauch von Massage durch dröhnende und übersteuerte Bässe. Dennoch machen hier viele andere Boxen von Tablets schon eher schlapp. Ein weiterer Punkt also für das Cat Galactica X. Der Wehrmutstopfen hier:  Es scheint es so, dass sich die Lautsprecher, so sie nichts zu tun haben, aufs Ohr legen und oftmals – wenn man sie braucht – wieder mit einem nicht allzu leisen Knacken aufwachen – störend!

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

In Sachen Energieaufnahme entpuppt sich das 9,7“ Tablet jedoch als äußerst hungrig. Ist der Akku erst einmal soweit, dass man ihn laden muss, saugt sich das Cat Galactica X mit einem Zug von 13 Watt aus der Steckdose voll – im Offline-Zustand! Ist das Tablet dabei noch im Betrieb auf Idle-Niveau steigt der Verbrauch auf 16 Watt. Sollte man sich jedoch von seinem Lieblingsspiel gerade nicht trennen können zieht das Gerät unter Last sogar 18 Watt aus der Dose. Ironischerweise verbraucht es im Sleep aber gerade einmal 9 Watt, also im Vergleich zum Offline-Modus ein wahrlich sparsamer „Winterschlaf“.

Stromverbrauch

Im Idle Modus hält der Akku des Cat Galactica X bei voller Helligkeit des Displays und ohne diesen zu deaktivieren satte 7 Stunden und 13 Minuten durch. Im Falle einer vollen Auslastung von CPU- und GPU-Einheit werden immerhin noch 2 Stunden und 43 Minuten erreicht. Für dem Fall, dass man sein Tablet wirklich sehr lange Zeit ungenutzt im Sleep Modus herumliegen lassen sollte, kann man sich hier selbst nach über 20 Stunden noch immer über ein aktives Device freuen, welches noch immer betriebsbereit ist. Trotz des großen Hungers an der Steckdose braucht eine komplette Ladung des Akkus aber dennoch mächtige 3 Stunden und 22 Minuten.

Persönliches Fazit

Das Cat Galactica X ist schnell, überzeugt in der Leistung, behält dabei noch einen erstaunlich kühlen Kopf dank des Alu-Gehäuses und es macht wahrlich Spaß damit zu werkeln. Anfangs könnte man zwar etwas skeptisch bezüglich des geringen Arbeitsspeichers sein, doch das Tablet weiß schnell vom Gegenteil zu überzeugen. In den Leistungsvergleichen der Benchmarks erzielt das Galactica X meist sehr moderate bis gute Ergebnisse und verweist manchmal sogar auch große Brüder von namenswerten Platzhirschen auf die hinteren Ränge. Einzig die Kamera-Funktion ist etwas mager, aber mal ehrlich, wer knipst schon übermäßig viel mit einem Tablet?

Positiv:

– sehr niedriger Preis für viel Leistung
– lange Akkulaufzeiten
– großes und schnell reagierendes Touch-Display
– brillante Farben
– äußerst kühler Betrieb dank Aluminium-Gehäuse

Negativ:

– vergleichsweise lange Ladezeit
– sehr empfindliche Rückseite für Fingerabdrücke und Schmierer
– verbesserungswürdige Kamera-Sensoren

 

Bei einem derzeitigen Preis bei amazon.de von gerade einmal 199,00 € zeigt das Cat Galactica X jedenfalls ein relativ unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis und erhält dafür von uns selbstredend auch den Hardbloxx Preis-Leistungs-Tipp.

Preis Leistungs Tipp Award

 

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Euer Hardbloxx-Team

 

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